Prognose des Cogito-Kapitalmarktmodells für 2018 – bez. der rollierende 15-18 . Monatsausblick

nun gut – dieser Punkt geht aus meiner Sicht die letzten Wochen in dem unsäglichen Medien – und Katastrophengeschrei wiederholt unter. Wie in diesem Blog seit der Eröffnung immer wieder versucht eine gewisse „Trennschärfe“ zwischen Investor und Gambler (Spekulant)  dem geneigten Leser näherzubringen, ein neuer Anlauf.

 

Der Plan von Donald Trump, die US-Staatsausgaben um 300 Mrd. US-Dollar jährlich zu erhöhen, wird die ohnehin bereits auf Hochtouren laufende US- und Weltkonjunktur weiter anheizen.

Die Auswirkungen des Bipartisan Budget Act von 2018, in dem diese Pläne näher ausgeführt wurden (die darüber hinaus auch weitere Ausgaben für die Katastrophenhilfe in Höhe von 90 Mrd. US-Dollar vorsehen), werden weit über die Grenzen der USA hinaus zu spüren sein.

Demzufolge kommt die aktuelle Interpolation des Kapitalmarktmodells auf folgende  Wachstumsprognosen für fast alle großen Volkswirtschaften.  Wie immer basieren die Grundlagen auf der Weiterentwicklung des FED- Modells, welches die Liquiditätsströme der Assetklassen – Realwirtschaft – Finanzwirtschaft, Kapitalmärkte intern, Investmentbewerung ( dynamisches KGV)  zu Zinsentwicklungsbewertung ( dynamisches KGV) , sowie geschaffene Liquidität( Aus Welt-Bip)  zu Schuldenhöhe (Bedienbarkeit) , setzt.

Wir gehen nunmehr davon aus, dass die Zinsen in den USA bis Ende 2019  3 % bei den 10 Jährigen Staatsanleihen nicht überschreiten wird und in Großbritannien bei 2,5 % liegen werden. für die Eurozone wird dieser Wert auch bei max. 2,5 % gesehen.

Wieviel Wirtschaftswachstum werden wir 2018 und 2019 erleben?

Global: Wir heben unsere Prognosen für das weltweite Wachstum für das Jahr 2018 auf 3,8 % -4,2 %  und für das Jahr 2019 ebenso. Hierfür sind nicht alleine die Ausgabenpläne der USA verantwortlich; auch die Zuversicht der Unternehmen und der Verbraucher  bleibt auf hohem Niveau stabil. Unser Indikator für die globale Wirtschaftsaktivität ist aus der traurigen Seitwärtsbewegung seit 2000!  im Herbst 2017 nach oben ausgebrochen.

USA: Wir heben die Wachstumsprognose in den USA im Jahr 2018 auf 3,8 % und für das Jahr 2019 auf 4,2 % an.

Die stärkere Nachfrage in den USA , China und Indien, sowie in der Eurozone sorgt zudem für einen stärkeren Handel und ein besseres synchrones Wachstum.

Eurozone: Die jüngsten Konjunkturdaten bestätigen unsere Einschätzung, dass die wirtschaftliche Erholung in Europa nicht nur an Dynamik gewinnt, sondern sich auch ausweitet. Wir erwarten  für das Wachstum in der Eurozone für das Jahr 2018 3,2  % und für das Jahr 2019  4% .

China: Wir erwarten für China für 2018  7,2%  und für das Jahr 2019  7 % .

Schwellenländer, besonders Indien: Aufgrund der besseren Prognose für China haben wir unsere Schwellenländer-Prognose für das Jahr 2018 auf 5,5 % und für das Jahr 2019 auf 6,0 % angehoben.

 

Was bedeutet das für die Zinsen?

USA: Die US-Notenbank Fed hat jetzt mit der Bilanzreduzierung (quantitativen Straffung) begonnen. Da die Kerninflation gerade steigt, gehen wir von 2 weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2018 und drei im Jahr 2019 aus und prognostizieren schlussendlich 2,5 % für die Fed Rate.

Eurozone: Die Europäische Zentralbank EZB wird die quantitative Lockerung wahrscheinlich im September 2018 beenden, bevor sie die Zinsen im Jahr 2019 drei Mal anhebt. Dabei dürfte der Refinanzierungssatz 0,75 % und der Einlagenzins 0,25 % erreichen.

Großbritannien: Die Bank of England ist aufgrund der Sorge, dass die Inflation durch Lieferengpässe steigen könnte, zu schnelleren Zinserhöhungen bereit. Nach unserer Einschätzung wird die Bank of England die Zinsen im Jahr 2018 ein Mal und 2019 zwei Mal (auf 1,25 %) erhöhen. Wir gehen davon aus, dass die Zinserhöhung im Jahr 2018 im November erfolgt, doch die Märkte lassen vermuten, dass dies bereits im Mai der Fall sein könnte.

http://www.fundresearch.de/PartnerCenter/Schroders/Nachrichten/Schroders-Darum-ziehen-die-Zinsen-schneller-als-erwartet-an.html

Obiger Artikel ist von der Fondsgesellschaft Schroders inspiriert, welche in ihrer eigenen Prognose zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Allerdings wird meiner Meinung nach die kumulative Dynamik der „Synchronisation“ der größten Volkswirtschaften z.Z. noch unterschätzt. Das wiederum liegt an der nichtlinearen Koponente , welche in unser Kapitalmarktmodell vermehrt mit einfliesst.

Die linear gewünschte Anpassung der Zinsstrukturkurve wird nach unserem Prognosemodell nicht so hoch gehen, selbiges gilt auch für die Inflationserwartung – ausser Trump gelingt es wirklich einen Handelskrieg vom zaun zu brechen, der mehr als die 60 Milliarden Umsatz betrifft, die er mal als gewiefter Pokerspieler den Medien zum Frass vorgeworfen hat.

Was bedeutet das für Investoren:

Die Implikationen sollten jedem klar sein, bei solchen Wachstumsaussichten muss einiges zusammenkommen, das es gelingt diese Dynamik in der Realwirtschaft abzuwürgen. Mir fällt in diesem Zusammenhang tatsächlich nur die Kette ein – Kreditblase platzt- Banken vertrauen sich nicht- dadurch wieder komplette Illiquidität im Getriebe der Weltwirtschaft- dadurch Bruch der aufgebauten Dynamik.

Doch ich sehe – in einem Fiat Money System- aktuell keine Blase die angepiekst genug ist, das Sie die Kraft hat „kaskadisch“ zu wirken.

Also – nutzen wir den Winterschlußverkauf!

Ansonsten bleibt noch der Hinweis: Prognosen bleiben schwierig, besonders wenn Sie die Zukunft betreffen.

freundlichst, meine 5 cents

 

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Frühlingserwachen und Winterschlußverkauf – Was will man mehr?

Pünktlich zum Frühlingsanfang gibt es heute nochmals Kurse zum Winterschlusßverkauf. Der Dax ist ca. 12 % unter Buchwert auf Basis der 2018 -Schätzungen. Das war mit Ausnahme 2003 und 2008 seit Beginn der Boden. Bleibt die Frage- gibt es Anzeichen zu den Entwicklungen von 2008? Ich meine, nein. Auch wenn das Trump-el-Tier Chaos verbreitet, sämtliche Rahmendaten bleiben tiefgrün. Also- lasst die Schnäppchenjagd beginnen. Und nie vergessen- Ruhe bewahren und einen guten Tee trinken!

UP