Aareal Bank, Commerzbank, Deutsche Bank und Co: Diese Aktien jetzt wieder kaufen?

(Rimpar bei Würzburg-Up) Libor-Skandal, Eurokrise, Bilanzprobleme – bei Bank-Aktien scheiden sich die Geister. Nicht nur die Börsenpostillen, welche um ihre zahlungskräftigsten (Werbe-)Kunden des vergangenen Jahrzehnts fürchten müssen, sondern – falls man unseren Politikern glauben darf  und die gesamte Gesellschaft /die Realwirtschaft befindet sich nun seit der offenkundigen Krise 2008 in einer emotionalen Geiselhaft des gesteuerten Finanzkrieges über eine nicht mehr fassbare „virtuelle Geldmengenbombe“.

Ob ein Teil des Bankenapparates für das Funktionieren der Realwirtschaft notwendig ist, steht aus meiner Sicht nicht zur Debatte.

Zu einer funktionierenden Volkswirtschaft gehören ziel- und sinngerichtete Banken. Damit reduziert sich die Entscheidungsfindung  auf die Frage:  Wollen wir grundsätzlich am Kapitalismus festhalten?

Wer diese Frage mit ja beantwortet – der muss zu dem Ergebnis kommen – nach eingehender Prüfung der bilanziellen Risiken und der fundamentalen Aufstellung genannter Institute,

das die Risiken mittlerweile zu 100 – 140 % eingepreist sind. Im Umkehrschluss ist das auch das durchschnittliche Kurspotential zum fundamental begründbaren Fair- Value obiger Institute.

Oder in Zahlen: Co-Bank: 2,80 – 3,20 € , DB : 48 – 52 € , Aareal: 28-32 €

Ein Abschied aus dem Kapitalismus – ausgelöst durch die Aufgabe der Intermediäre – also Notenbanken,  privater Bankenapparat . etc. meinetwegen durch das unkontrollierte Auseinanderbrechen der Eurozone ( un dem darineinhergehenden Verzehr des Eigenkapitals in den virtullen Bilanzen),  ist aus meiner Überzeugung die Aufgabe der humanitären Mittel, ersetzt durch eine Phase der Anarchie und Unordnung  mit den üblichen historischen Mitteln – Man muss nur nach Afrika blicken oder die Bevölkerung im Iran oder Syrien befragen. Nicht das es andere Ideen als Ersatz für die Intermediäre gäbe.

Ich verweise auf meinen eigenen Vorschlag aus 2008 die „Intermediäre“ über eine vorgegebene Zeitachse durch das „Individuum selbst “ zu ersetzen. Vereinfacht ausgedrückt – die Entscheidung über die Lebenserwartungs- Geldmenge ( Arbeitsleistung) in die Hand des einzelnen  Bürgers ( „wisdom of the crowd“) zu übergeben – um den dann alle Kapitalmarktakteure buhlen müssten. Doch auch hier würden sich „bankähnliche Verbindungen“ bilden, da größere Investitionen nur „gemeinsam“ umgesetzt werden können.

Wir sollten uns darüber im Klaren werden – durch die bestehende  computerisierte Vernetzung des Welthandels und der Internationaliserung der Zahlungs, Liquiditäts- und Schuldsystematiken ist eine „singuläre Lösung“ mit Abschottung praktisch nicht umsetzbar. In einem solchen Szenario gilt schlussendlich das Recht der größten Armee!

Wer sich aktuell eine geordnete Auflösung – ohne Reglementierung der Kapitalmärkte – vorstellen und beschreiben kann, der möge Sie gerne skizierren – besonders das Argument der Eindämmung existenzbedrohter, ängstlicher Menschenmassen – welchen ab einem gewissen Punkt alles egal ist – ohne Einsatz  militärische Gewalt – würde mich brennend interessieren.

Sorry Folks…Die Wahl zwischen Pest und Cholera wird uns noch ein paar Jahre begleiten, doch ein Ende des Fiat- Money-Kapitalismus ist nicht in Sicht!

Also warten wir auf den vertrauenschaffenden  ( Streckung über die Zeitachse – durch Einführung des virtuellen perpetuum mobile) und großen Wurf der Eurozone !!

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