Anlageverhalten: Buba meldet sich zu Wort!

Anlegerverhalten in Theorie und Praxis


Es ist empirisch gut dokumentiert, dass die Vermögensanlage privater Anleger durch Phänomene – beispielsweise geringe Diversifikation von Anlegerportfolien ebenso wie die häufig feststellbare exzessive Handelsaktivität von Anlegern – gekennzeichnet ist, die mit der klassischen Finanztheorie nicht zu erklären sind.

Der in den vergangenen Jahren wachsende Forschungszweig der stärker verhaltenswissenschaftlich ausgerichteten Finanzmarktforschung (Behavioral Finance) bietet hier neue Erklärungsperspektiven, die im Verbund mit den Erkenntnissen des klassischen Ansatzes auch normative Implikationen für die Investitionsentscheidungen haben. Dies betrifft zum einen den Portfolioaufbau (Asset Allocation), der Ausgangspunkt jeder strategischen Anlageentscheidung ist. Hierbei bleibt der aus der klassischen Finanztheorie bekannte Anlagegrundsatz, das Portfolio hinreichend zu diversifizieren, auch im Lichte der Ergebnisse der Behavioral Finance Forschung im Prinzip bestehen. In diesem Zusammenhang ist jedoch auch die Frage relevant, ob es letztlich realistisch erscheint, dauerhaft bessere Ergebnisse als der „durchschnittliche Marktteilnehmer“ zu erzielen. Nur dann sind aktive Anlagestrategien sinnvoll. Auf der Ebene der Instrumentenwahl – Direkterwerb von Wertpapieren versus breit gestreute Investmentvehikel – findet schließlich oftmals die entscheidende Rolle von Kostenstrukturen zu wenig Beachtung.

Normative Implikationen aus den Erkenntnisse der Behavioral Finance Forschung fließen zudem in Regulierungsvorhaben zur Verbesserung des Anlegerschutzes ein.

So übersetzen wir das mal in verständliches Deutsch:   Die Bundesbank meint mit dem ersten Absatz:

Lieber Anleger kaufe nicht gerade das was dein Nachbar oder Taxifahrer als „todsicheren Tipp“ gerade empfiehlt. Das ist ein Klumpenrisiko oder gerade das Top.Wer weiß das schon.

Ausserdem macht viel hin- und her nur die Taschen der Finanzindustrie voll und deine leer.

Was die Bundesbank stillschweigend nicht erwähnt: Auch die Finanzindustrie weiss trotz der „empirisch gut belegten Theorie“ nicht, wann sie zockt und sich exzessive Klumpenrisiken einkauft. Wie hiessen die Dinger nochmal…die wohl diversifiziert und rsikominimierend die Portfolios stabilisieren sollten: MBS, CDO, Swap-Hedge-long-contagoed-basic double loop Bertie – Botts  – Bohnen…oh..sry..die gibt es nur bei „Harry Potter“.

Tusch…der zweite Absatz nimmt Bezug auf die psychologische Forschungsrichtung bekannt als „Financial Behaviour“. Ein Massenphänomen, oder kurz: “ Gier frisst Hirn“, tägliche praktische Beispiele auffindbar im Einzelnen: riskante unregulierte Unternehmensbeteiligungen welche hohe Renditen ohne Risiko versprechen, Penny Stocks, Gold, die Boni-Struktur der Banken, Steuern sparen,  Oh…Enttäuschung,  dieser Satz macht nun doch wieder eienen Loop zurück:

Dies betrifft zum einen den Portfolioaufbau (Asset Allocation), der Ausgangspunkt jeder strategischen Anlageentscheidung ist. Hierbei bleibt der aus der klassischen Finanztheorie bekannte Anlagegrundsatz, das Portfolio hinreichend zu diversifizieren, auch im Lichte der Ergebnisse der Behavioral Finance Forschung im Prinzip bestehen. In diesem Zusammenhang ist jedoch auch die Frage relevant, ob es letztlich realistisch erscheint, dauerhaft bessere Ergebnisse als der „durchschnittliche Marktteilnehmer“ zu erzielen.

Also eigentlich doch Humbug…es bleibt alles beim Alten, Exzesse und Fehlallokationen kann man nicht erkennen. Wie traurig. Fragt sich nur, wie schaffen das die paar Ausnahmen?:

Einige ausgesuchte Fondsmanager und Honorarberater , Warren Buffett gelingt es zumindest im long run immer wieder…tatsächlich nur das Gesetz der großen Zahl ? oder auch als „survival bias“ bekannt?

Nun der letzte Absatz, der erfüllt einen wieder mit Wohlgefallen:

Die Kosten…! Des deutschen liebstes Kind: Geiz ist geil!   Hilft aber auch nichts. Den wer mit einer durchschnittlichen Theorie   arbeiten muss , der bekommt auch nur durchschnittliche Ergebnisse. Ist doch logisch. Da ist natürlich jeder Kostenfaktor entscheidend. Also wer weiter an Markowitz, CAPM, Sharpe , Kommer, Weber etc. glauben mag, der muss sich vor Allem auf eines Einstellen:

Er erzielt im empirischen Mittel  eine Rendite die dem Marktdurchschnitt abzgl. Kosten entspricht! Welche heldenhafte Erkenntnis.   Einen Schluss kann man aus dem Financial Behaviour ziehen:

Wenn die Finanztheorie tatsächlich nicht mehr zu bieten hat, dann ist die Masse der Deutschen gar nicht dumm. Mit dem Sparbuch schläft es sich auf jeden Fall ruhiger als mit einer  durchschnittlichen Theorie!

Ein Gedanke zu „Anlageverhalten: Buba meldet sich zu Wort!“

  1. Pingback: bodybuilding.com

Schreibe einen Kommentar