Cold calls! Die Krux mit den unerwünschten und fragwürdigen telefonischen Kontaktaufnahmen!

Es ist schon ein Kreuz mit der Akquise.

Wenn man ein junges und noch unbekanntes Unternehmen ist, bleibt einem in der Akquise bei Privat aufgrund der erfolgten Gesetzesänderungen nur wieder der Weg der persönlichen Ansprache an der Haustür und  mache sich mit den Klinken die zu putzen sind, vertraut.

Anrufe an Privatpersonen sind nur noch mit Genehmigung des Anschlussinhabers erlaubt. Daher sprießen allerorten die Gewinnspiele. Man lese das Kleingedruckte .

Ganz anders sieht es bei Gewerbetreibenden und Unternehmen, Freiberuflern und Selbständigen aus. Diese dürfen zur Geschäftsanbahnung telefonisch „aufgeklärt“ werden und der Handel mit diesen „Nummern“ erfreut sich hoher Beliebtheit. Zum Ärger mancher Sekretärin und der Telefonzentralen und der Chefs , da immens viel Zeit mit dem Prüfen dieser telefonischen Angebote einhergeht.

Dies ist nicht zu beanstanden, denn es kann ja tatsächlich das Angebot ihres Lebens dabei sein!?

Die Alarmglocken sollten allerdings dann sowohl privat, als auch beruflich schrillen, wenn die Anrufer die üblichen „Endzeitmethoden“ anwenden.

Alarmzeichen 1:  Die Nummer des Anrufers ist unterdrückt, sprich „anonym“.  Falls es nicht die Oma ( ältere Telefonanschlüsse senden keine Nummeridentifikation)   ist, am Besten sofort wieder auflegen !

Alarmzeichen 2: Falls sie aus Versehen doch rangehen,  nuschelt der Anrufer  einen unverständlichen Namen ( gerne auch mit landestypischem Dialekt) , fügt einen nicht recherchierbaren Firmennamen ( Recherche erfolgt natürlich erst nach dem Telefonat) und will ihnen sofort und ohne Zeitaufschub das Angebot ihres Lebens machen!

Alarmzeichen 3: Es handelt sich um eine unglaubliche Aktienempfehlung, welche am Frankfurter Freiverkehr (open market) gelistet ist, noch kaum Umsätze aufweist, seinen Sitz in Großbritannien hat, mit einer Adresse in Düsseldorf und den Markt für Navigationssysteme aufmischen wird. Der gewählte Name der Firma scheint  natürlich bekannt…da gerne die Ähnlichkeitshemmung der Wahrnehmung ausgenutzt wird..z.B. Apollo Bell.

Alarmzeichen 4: Wenn Sie daraufhinweisen, dass a. Rufnummerunterdrückung nicht vertrauensfördernd ist und b. Sie kein Wort glauben, dann werden die Burschen in der Regel auch noch frech. Ist ja kein Problem…man kann den Anruf ja nicht zurückverfolgen.

Aktuell mit der Erholung der Börse sprießen die Fricks und Cutis wieder wie Pilze aus dem Boden und es gibt genügend „leere Börsenmäntel“ , welche zum Frontrunnig und Churning genutzt werden können. Das die Anrufe in der Regel aus dem Ausland erfolgen ist anzunehmen. Über obiges Unternehmen ist übrigens kaum etwas zu recherchieren, ausser das eine Listung am „Open Market“ erfolgte und die Umsätze extrem dünn sind. Die Meldungen des unternehmens sind voller „leerer“ Worthülsen“ und den typischen „im Konjunktiv gehaltenen Zukunfts-wahn- vorstellungen“!

Finger weg !

Eine aktuelle Meldung aus dem Hannoveraner  Raum beschreibt eine „ähnliche Masche“ bzgl. der Rückkehr der „Schrottimmobilien:

In einem ersten Telefonanruf soll das Interesse der Betroffenen durch die Anpreisungen von Steuereinsparungen geweckt werden, indem kostenlose Steueranalysen in Aussicht gestellt und angeboten werden. Die Betroffenen werden noch am Telefon gefragt, ob sie die Steuerpolitik für gerecht halten und ob sie wissen möchten, inwieweit Möglichkeiten der Vermögensoptimierung durch Steuereinsparungen zur Verfügung stehen. Sämtliche Steuersparmöglichkeiten fokussieren sich in der Folge ausschließlich auf Verkaufsvermittlungen von Immobilien an die Betroffenen ohne oder mit nur sehr geringem Eigenkapital.

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Kurz zur Klarstellung:

Wie bei jedem Geschäft liegt der Gewinn im Einkauf. Denkmalgeschützte Immobilien können eine „lukrative Anlage“ sein, doch sicher nicht indem man Sie „blind“ auf dem Papier erwirbt.

Auch der normale Immobilienerwerber ist die letzten 15 Jahre durch die schwache Marktentwicklung ausreichend gebeutelt worden.  Auch wenn er beim Kauf alles richtig gemacht hatte.  Eine  zutreffende Beschreibung dieses Investments  hat erst Kollege Looman in seiner FAZ- Reihe Vermögensfragen  gegeben.

Autoreninformation:

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