Danke – die neue Zeitrechnung beginnt!

 

Wieder einmal neigt sich das Jahr dem Ende zu. In Anbetracht der vielen ( herbeigeschriebenenen) Krisen erscheint das übliche Ritual – zurückzublicken,

– Danke zu sagen und auf das neue Jahr anzustoßen – jedoch fragwürdig.

Zumal uns das für heute vorausgesagte Erlebnis des Weltuntergangs noch bevorsteht.   Wer hat  den 22.12. 2012 schon mal erlebt?
Erlebnisse verbinden ja bekanntlich, und selbst wenn wir um die ganz große Katastrophe noch einmal herum kommen sollten, so bleibt der schale Nachgeschmack an zwei Jahre, welche in vielen ihren Entwicklungen  wieder in ein gemütliches – weiter so – verfallen sind.

Es mag daran liegen, dass alles im allgemeinen Informations – overflow zu viel wird. Zu viele Mails ohne Sinn, zu viele Anfragen ohne zu wissen, was man eigentlich will, zu viele Prozesse , die geprüft und genehmigt werden müssen, zu viele Meetings ohne Ergebnis,  zu viel Werbung, die nur noch ge-photo- shopped ist.

Aber ist das „Augen zu und durch“ die richtige Reaktionen auf die Veränderungen und Entwicklungen unserer Zeit?
2012, dieses Jahr können viele von uns mit dem Motto überschreiben: „ein Volk auf der Flucht vor seinen Aufgaben“. Erlebbar waren Beamte, die nicht konnten. Mitarbeiter, die nicht durften und Chefs, die nicht wollten. „Geht nicht.“ war oft das Einzige, was ging.

Die Perfektionierung von Ausweichlogiken – das kann ich nicht entscheiden , die Projektion von Verantwortung auf die hinterlegten Prozesse und ominöse Gremien, die das entscheiden sollen – müssen…
Da soll mir keiner behaupten, ich würde nur die falschen Menschen kennen oder hätte einen schlechten Umgang. Wie groß wäre meine Erleichterung, wenn dies so stimmen würde?

Die Wahrheit ist: Es gibt eine Massenflucht aus der Verantwortung – mit übelsten Folgen – nämlich immer mehr zu stemmen, für den kleinen Haufen, der den Kopf hinhält.
Denn, was wird aus einer Gesellschaft, in dessen übergroßen Anteil keine Verantwortungsbereitschaft mehr existiert? Wenn sie nicht zufällig mit dem Ablauf des Maya-Kalenders untergeht, wird sie wohl verwahrlosen.

Doch der Weg der Masse muss nicht der eigene sein.

Achtsamkeit, vor allem in der buddhistischen Lehre und Meditationspraxis zu finden, kann ein individueller Ausweg sein.   Selbstkontrolle und – besinnung und das Kehren vor dem eigenen Haus kann kumulativ positiv auf die Gesellschaft einwirken.

Wer glaubwürdig damit beginnen will, die Welt aufzuräumen, oder Forderungen an die Gesellschaft stellt, muss aufhören sich zu drücken und anfangen sich zu kümmern – z.B. als ehrenamtlicher Helfer oder (Wieder)-Übernahme von Verantwortung in seinem Unternehmen. Die Computer mal eben für eine Woche abstellen und mal wieder selber denken, ist vermutlich ebenso hilfreich.

Genau aus diesem Grund will ich persönlich das Jahr 2013 dazu nutzen gegenzusteuern, um selbst der Verantwortung wieder eine Selbstverständlichkeit zu geben.

Soll die alte Welt doch untergehen, in der dies so wenig zählte, wenn sich dafür aus der Saat der Verantwortung und Achtsamkeit  für sich und Andere, eine bessere Welt entfaltet.

Darauf stoße ich mit Ihnen gerne an!

 

 

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