Das Brüllen des Tigers !

Rimpar bei Würzburg (cogito-paul.de)   Der deutsche Arbeitsmarkt setzt auch in den Winter hinein seinen Aufschwung fort.

„Hauptmotor im Aufschwung bleibt der kräftige Anstieg der Industrieproduktion, aber der Dienstleistungssektor hat in der zweiten Jahreshälfte klammheimlich an Schwung gewonnen.“ Zudem seien die Service-Firmen noch einmal zuversichtlicher als zuletzt ohnehin schon. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister stieg nach vorläufigen Berechnungen auf 58,6 von 56 Punkten im Oktober. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einer Stagnation auf dem Vormonatswert gerechnet.“

Damit erfasst der Aufschwung nun auch die Dienstleister, welche seit der Krise 2008 in die Selbständigkeit entlassen wurden und unter der Schockstarre der Industrie und des Handels litten.

Die Dienstleister stellten so stark ein wie seit gut drei Jahren nicht, die Industrie fuhr ihre Beschäftigung sogar so kräftig hoch wie noch nie seit Beginn der Umfrage im April 1996. „Die Daten zeigen, dass der deutsche Arbeitsmarkt immer mehr an Stärke gewinnt“, sagte Markit-Volkswirt Tim Moore.

Zur Erinnerung: Auch wenn in Deutschland die Servicewüste ausgerufen wird, so stellt der Bereich „Dienstleistung “ nach Daten der OECD rund 70 % der Bruttowertschöpfung in D dar. Vielleicht wird der ca. 25 % Anteil an öffentlicher Verwaltung in der Wahrnehmung im Bezug auf Service überbewertet.

Dienstleistungen, Gewerbe, öffentlicher Sektor, Produktion, Finanzen

Ergänzend hierzu meldet Markt Econoimics für die Eurozone:

Die Konjunktur in der Eurozone hellt sich im November unerwartet auf. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 55,5 Punkte, nach 54,6 Punkten im Vormonat, wie der Datendienstleister Markit Economics am Dienstag auf vorläufiger Basis mitteilte. Die Volkswirte hatten einen leichten Rückgang auf 54,5 Punkte erwartet.

Der Serviceindex verbesserte sich nach 53,3 Punkten im Vormonat auf 55,2 Punkte. Die Experten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 53,1 Zähler gerechnet. Der Gesamtindex (verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor) stieg von 53,8 Punkten auf 55,2 Punkte. Der Index Industrieproduktion stieg von 54,7 Zählern auf 55,9 Zähler.

Ich liebe Überraschugen, denn die lineare Fortschreibung der schwächeren  Daten über die Sommermonate hat wie von uns erwartet nicht gegriffen.

Die Implikationen wurden beschrieben…die Forecasts für 2011 reichen bis in den Sommer. Solllte sich auf der Macroebene nichts gravierendes ändern, müssen die Allokationsgewichtungen weiter zu Gunsten Produktivkapital angepasst werden.

In Richtung selbst tragender langjähriger  Aufschwung..und zwar ein Aufschwung den die Welt seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat !

The Bulls run !

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