DAX und Wirtschaftsboom ! Unser Stubentiger hat ein 50 % Folgekaufsignal generiert !

Wer die Systematik des Cogito-Kapitalmarktmodells verfolgt, dem ist sicher schon aufgefallen, das es sich aufgrund der „eingebauten Rekursivität“ über die Zeitachse immer wieder selbst neujustiert.

Also  zusammen mit meinen unermüdlichen Mitstreitern und Kommentatoren haben wir uns ja bemüht die letzten Monate auf die enormen historischen Chancen, welche aktuell die Ungleichgewichte an den Kapitalmärkten bieten, hinzuweisen.

Als „Beteiligungsfetischist“ will ich besonders die verlorene Aktienkultur in Deutschland fördern.

Die Implikation aus dem Jahr 2010 mündet für unseren Stubentiger in folgender Konsequenz:

Der DAX wird in den nächsten 18 Monaten auf 9000 Punkte steigen !

Wer sich fragt „warum“ ….dem kann ich auch nur die kausalen Argumentationen liefern, welche ich mir mühsam konstruiere, denn wie schon öfters geschrieben….ich bin auch jedesmal über die oft „irren Implikationen“ des Modells überrascht.

Was mich heute bestärkt ist ein Experiment, welches ich mit dem Crash 87 durchgeführt habe. Neben dem das ich ja recht zuverlässige reale Langfristsignale seit 1997 bekomme, sind in der ganzen Entwicklung ja auch ausgiebige „Backtests“ erfolgt.

Komischerweise kann ich mich an den Crash 87 zwar sehr wohl erinnern..allerdings nicht an das Backtesting. Also habe ich es wiederholt.

Das Ergebnis:  Das Modell hätte auch 87 im September auf tiefrot gedreht….Also ca. zwei Monate Zeit sich aus den angeschlagenen Märkten zu verabschieden…

real vergleichbar mit der 98 Sommerbewegung …im Zuge der Asienkrise und dem LTCM-Debakel…

Kommen wir zur unbekannten Zukunft:

welche kausalen Gründe gibt es für diese irre Prognose ?

1.  rein Rationale:

Deutsche Aktienunternehmen sind so billig wie seit Anfang der Neunziger nicht mehr…KCV; KGV, Buchwert..etc..das ganze fundamentale Zeugs.

2. technische:

Weil billig, finden sich seit einiger Zeit mehr Käufer als Verkäufer..dies zeigen auch die Charts, von den 30 DAX-Werten haben mittlerweile 18 ! Werte langfristige Kaufsignale generiert….darunter auch genügend Dickschiffe, welche in der Gewichtung des Index diesen antreiben. 4 Werte sehen loosy aus…die anderen acht bewegen sich nahe an ihren oberen Ausbruchsniveaus.

3.  Die Relation zu anderen Assetklassen- vor allem die Anleihen

Wie hier öfters diskutiert, sind die Zeiten steigender Anleihekurse erster Bonität absehbar vorbei. Es wird aber auch keinen Bond-Crash geben, so dass wir uns mit dem niedrigen Renditeniveau u. U. sehr lange abfinden müssen.   Das heißt sämtlichen Instis sind gezwungen…um die Renditeversprechen gegenüber ihren Kunden  zu erfüllen ( Verzeihung..hier muss ich grinsen) … ..na..was wohl….die massive Untergewichtung in Sachwerten und Beteiligungen  in deren Portfolios…  anzupassen.

Angeblich sind für die aktuelle Bewegung die Fondsmanager der Versicherungen verantwortlich…?

4. empirische

Ein Dax von 9000 Punkten entspricht dem Test des Hochs von 2000…..d.h. Wir wären im Frühjahr 2012

bei einer nominalen Nullrendite für einen Dax-Investor der im April 2000 gekauft hat…von der realen will ich gar nicht anfangen..Also 9000 Punkte im Dax wären quasi ein „Null-Event“….Ist das wirklich so unmöglich ?

5.. und mein liebster Punkt: Die langfristge Marktstimmung…

diese ist genauso schlecht wie Anfang der Neunziger……( dieser Punkt ist rein subjektiv….)

Also traut euch…

Up

2 Gedanken zu „DAX und Wirtschaftsboom ! Unser Stubentiger hat ein 50 % Folgekaufsignal generiert !“

  1. Ein gutes kommendes 3. Jahr nach dem Crash ist doch sehr wahrscheinlich. Wenn die Institutionellen Anleger und Versicherungen jetzt nachziehen bekommen sie vielleicht auch mal wieder Kapital in die Kassen.

    Ich finde es nach wie vor bedauerlich, dass Deutschland es bisher versäumt hat einen Staatsfonds aufzubauen, wie ihn z.B. die Norweger haben. Deutschland könnte mit Beteiligungen in aller Welt sicher besser seinen Status als Wirtschaftsmacht erhalten und hätte die Chance seine Schulden schneller abzubauen. Später hätte man vielleicht sogar Kapital für soziale Einrichtungen und Bildung was doch heute oft fehlt. Die Renditen könnten als Gegensparmodell dienen.

  2. Die Mehrheit der Anleger, ob Privat oder Instis, hat denselben Fehler gemacht:
    Sie hat die Finanzmarktkrise, also eine Sektorkrise, mit dem Aktienmarkt verbunden.
    Dort bestand aber keinerlei Überbewertung!!!
    Folge 1: Die Mehrheit steht derzeit draußen.
    Folge 2: Die Mehrheit steigt 11/12 wieder ein.
    Folge 3: Die Analyse stimmt.

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