Der Club der toten Volkswirtschaften – Verzeihung gesättigten Volkswirtschaften! Ist Schwundgeld die Lösung?

Moody ´s ( Warren Buffetts Berkshire  ist übrigens Hauptaktionär) stellt von blind auf taub – die systematischen Ablenkungsmanöver der amerikanischen Ratingagenturen gehen weiter!

(Rimpar bei Würzburg – UP) – Während die VWL munter weiter theoretisiert, schafft der Markt Fakten.

Was bisher nur in „geschlossenen singulären mathematischen Modellen erster Ableitung“ zu vermeintlich skurillen Interpretationen führte, erleben wir nun leider seit 2008 in der Realität.

Wer diesen Blog verfolgt, mag sich noch entsinnen, bereits 2010 schlug ich eine historische Brücke zur Zeit des englischen Empires.

Wie ist das zu erkären: Das bekannte Inseltheorem wurde gerne als Ding der Unmöglichkeit dargestellt ( zumindest von monetaristisch geprägten Lehrern) und – wie schon oft kritisiert- der Einfluss der Kapitalmärkte gesteuert durch das Bankensystem  auf die „theoretische Realität“ der Lehre findet nicht statt. Diese sind ja „ad adsurdum effizient“ Verzeihung, wir nehmen mal an….

Diese beiden “ nicht vorhandenen Kernverknüpfungspunkte  “ des makroökonomischen Gerüstes liefern die Grundlage des „aktuellen auf Sicht“ fahren, sowohl der Kapitalmärkte als auch der hinterherhechelnden Politik.

Die Mittel diese Malaise  wieder in den Griff zu bekommen, sind eigentlich auch bekannt:

Auch wenn es meine freigeistige Seele schmerzt – Regulation/Abwicklung  des systemrelevanten  Bankwesens – weltweit , ordnungspolitischer Natur:

Einschränkung der virtuellen Geldmenge – Zerschlagung der Machtkumulationspunkte – kleine Einheiten sind tatsächlich „effizienter“ und sind nicht systemisch notwendig  – Zumindest dieses  Prinzip ist aus der Kapitalmarkttheorie bekannt und erprobt:  da wird es „Diversifikation“ genannt.

Den Notenbanken bleiben – um sowohl das gehortete private Kapital als auch die angststarrenden Vorstände der Großbanken in die Gänge zu bekommen  noch einige Giftspritzen:

Die der EZB wird wahrscheinlich nach folgendem Szenario ablaufen, vor Allem da sich langsam die Schwäche in den statistischen Kerngrößen auf welche die EZB blickt, aufgrund des jährlichen Basiseffektes  (Inflationsziele / BiP-Abschwächung) zu mindest optisch gut über den Sommer verkaufen lässt:

Derzeit liegt der Leitzins auf einem Rekordtief von 0,75 Prozent. Der Einlagenzins für die Kreditinstitute, die Geld bei der EZB kurzfristig anlegen wollen, wurde zuletzt auf 0,0 Prozent reduziert. Damit soll verhindert werden, dass die Banken Gelder bei der EZB horten und so dem Wirtschaftskreislauf entziehen.

Leider führt die Angst vor der weiteren torkelnden Politikordnungsuneinigkeit dazu, dass die grauen Herren auch dies klaglos akzeptieren – und trotz – genügend liquider Mittel – lieber die Kreditvergabe an den realen Wirtschaftsektor strangulieren – und dies in Spanien ähnlich wie in den USA 2009/10 aktuell zu ziel- und sinnlosen „Zwangsversteigerungen“ im privaten Immobiliensektor führt.

Also wird die EZB wahrscheinlich ihr Anleihekaufprogramm wieder einführen und zusammen mit der FED und den Japanern,  indirekt das tun was Herr Tobin für den Devisenhandel als Idee fordert und auch für den HFT – Handel Sinn macht – eine kleine Form der „UmsatzSteuer“, damit die Kumulations- Entscheider ein bisschen besser über das Chance/Risiko- Profil nachdenken:

Tobin: Ich hatte vorgeschlagen, die Einnahmen der Weltbank zur Verfügung zu stellen. Aber darum ging es mir gar nicht. Die Devisenumsatzsteuer war dafür gedacht, Wechselkursschwankungen einzudämmen. Die Idee ist ganz simpel: Bei jedem Umtausch von einer Währung in die andere würde eine kleine Steuer fällig, sagen wir von einem halben Prozent des Umsatzes. So schreckt man Spekulanten ab. Denn viele Investoren legen ihr Geld sehr kurzfristig in Währungen an. Wird dieses Geld plötzlich zurückgezogen, müssen die Länder die Zinsen drastisch anheben, damit die Währung attraktiv bleibt. Hohe Zinsen aber sind oft desaströs für die heimische Wirtschaft, wie die Krisen in Mexiko, Südostasien und Russland während der neunziger Jahre gezeigt haben. Meine Steuer würde Notenbanken kleiner Länder Handlungsspielraum zurückgeben und dem Diktat der Finanzmärkte etwas entgegensetzen.

Die EZB und auch Die FED  – wird für ihre Mindestreserve entweder einen Strafzins nehmen z.B. – 2 % p.a. oder eine ähnliche Gebühr einführen.

Zumindest muss der Negativzins so gewählt werden, dass es sich auch über die Leveragemöglichkeit der Großbanken nicht lohnt, die Liquidität weiter zu bunkern.

Diese Empfehlung sollte man auch für alle Währungs- und Liquiditätskonten über 10 Mio. im Privatsektor einführen.

Spannend was mit diesem virtuellen Fiat-Money so alles möglich ist!

Wenn die Angst vor Inflation nicht ausreicht die Hortung zu beenden – und medial steht die Hyperinflation abwechselnd mit dem Weltuntergang – ja jedes Jahr vor der Tür, dann kann man es doch auch mal mit dieser alten Idee versuchen — sollte es so kommen, dann würde sich der alte „Gesell“ vor Freude im Grab umdrehen – endlich Schwundgeld!

schönen Sommer!

 

Up

Schreibe einen Kommentar