Der Lahme und der Einäugige..oder das Währungspaar Euro versus Dollar

Guten Morgen,

nun der Titel ist durchaus passend.  Zum einen – da ich ab dem 20.Mai – selber zu den Lahmen gehöre — und die Einäugigen unsere Welt anleiten.

Als erstes- ein kurzes Statement zu unserem allseits beliebten Stubentiger…und seiner aktuellen Verfassung:

Entsprechend seiner Konstruktion sieht der DAX aktuell optisch höher aus, als es die Kurse in den Depots vermuten lassen( aktuell –  Dividendenzahlungen).

Die Erklärung ist und bleibt: Es ist ein Performance- und was oft vergessen wird – ein veränderlicher Gewichtungsindex.

d.h. die aktuellen 6100 Punkte entsprechen kurstechnisch den 5950..Punkten und damit ist …die Kurzkorrektur .. wie in den letzten Monaten üblich..mit hoher Wahrscheinlichkeit beendet.

Der Weg sollte uns jetzt rasch an die Normalziel- Zone bei 6528 Punkten führen.

Zu unserem Hauptthema:

Basierend auf der Theorie der effizienten Märkte befasst sich der Mainstream der Ökonomen hauptsächlich – wenn es um Geld- und Kapitalmarkttheorie geht- …maximal mit den Währungspaaren und deren Auswirkungen auf die Volkswirtschaften- bzw. in der BWL auf Unternehmungen.

Als Grundlage sollte man folgende Mechanismen verstanden haben:

In den jeweiligen Staaten üben der Finanzminister oder die staatliche Zentralbank Kontrolle über die Währung beziehungsweise die Währungspolitik aus. Die Zentralbanken besitzen in nahezu allen westlichen Staaten ein großes Maß an Autonomie, das heißt die Regierung kann gar nicht oder nur in sehr geringem Maße beziehungsweise indirekt auf die Zentralbank einwirken.

Ist eine Währung weltweit handel- und umtauschbar, so wird von ihrer Konvertibilität gesprochen. Wird eine Währung durch Gold und/oder Silber hinterlegt und ist der Umtausch von Banknoten in das jeweilige Metall jederzeit möglich, so ist auch in diesem Zusammenhang Konvertibilität gegeben.

aus Wikipedia..meiner Lieblings- Grundlagen- Wissenssammellstelle.

Aufgrund dieser historischen Entwicklung ergab sich der Devisenmarkt. Die wichtigsten Währungspaare sind z.Z. Euro/Dollar, sowie Dollar/ Yen und deren Mischungen.

Der Devisenmarkt ist mit einem Tagesumsatz von ca. 4 Billionen US-Dollar im Jahr 2007[1] der größte Finanzmarkt der Welt.

sagt Wiki….

Zumindest ist er der mir bekannteste,  liquideste und schnellste Markt der Welt. Dies ist aus meiner Sicht eine interessante Erkenntnis…denn umso schneller ein Markt ..umso schwieriger dessen Prognose ( siehe Mandelbrot) .

Also was weiß die Theorie über die Devisenmärkte:

Preisbildung in der makroökonomischen Theorie

Das Angebot stellen die Nettoauslandsinvestitionen dar, also das Angebot an Devisennachfrage. Sie sind unabhängig vom realen Wechselkurs (nur abhängig vom Realzins auf dem Kreditmarkt). Die Nachfrage kommt durch die Nettoexporte zustande, also die Nachfrage nach Devisenangebot. Aus dem Marktgleichgewicht ergibt sich Nettoexporte = Nettoauslandsinvestitionen. Devisenmarkt und Kreditmarkt hängen über die Auslandsinvestitionen zusammen.

mehr ist es Wiki nicht wert….interessant sind die folgenden Absätze:

Elektronischer Devisenhandel

Der Devisenhandel zwischen den Banken findet in der Praxis inzwischen fast nur noch auf elektronischem Wege statt. Dabei werden innerhalb von Sekunden oft hohe Millionen- bis hin zu Milliardenbeträgen zwischen den Banken gehandelt. Bei dieser Form des Devisenhandels kommt es normalerweise nicht zur Lieferung von Bargeld, es wird so gut wie ausschließlich Buchgeld übertragen. Da der Handel inzwischen fast nur noch auf elektronischem Wege stattfindet, bieten große Banken und spezialisierte Forex-Broker auch Privatpersonen einen (indirekten) Zugang zum professionellen Devisenhandel. Dabei fungiert die Bank bzw. der Broker als Market Maker, indem meist im Sekundentakt Kaufs- und Verkaufskurse gestellt werden. Die Bank verdient dabei meist ausschließlich an der Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufskurs. Dieser sogenannte Spread beläuft sich oft auf wenige Pips. So unterscheiden sich die Kaufs- und Verkaufskurse eines bestimmten Währungspaares also z.B. erst in der fünften Nachkommastelle.

Der Devisenhandel ist besonders für Privatpersonen mit sehr hohen Risiken behaftet, da meist auf Marge gehandelt wird, um bei der gewünschten Wechselkursentwicklung überhaupt nennenswerte Kursgewinne erzielen zu können. Bei einer Marge von einem Prozent muss ein Anleger beispielsweise nur 1.000 Euro einzahlen, um für 100.000 Euro eine andere Währung kaufen zu können. Sollte die gekaufte Währung allerdings im Beispiel um mehr als ein Prozent fallen, bevor der Anleger die Währung wieder abstößt, besteht Nachschusspflicht. Um die Verluste zu begrenzen, können bereits im Vorfeld Kurse festgelegt werden, bei deren Erreichen ein automatischer Verkauf ausgelöst wird (sog. Stop Loss). Eine Teilnahme am Devisenhandel ist wegen der hohen Risiken für Privatpersonen in der Regel nicht zu empfehlen, auch wenn die Banken (z. B. durch kostenlose Demokonten) zunehmend versuchen, diese Kundengruppe für den Devisenhandel zu gewinnen.

Naja…da steht eine fette Warnung in dem Absatz….Finger weg von Margingeschäften als Privatmann….

.auch die Großen wissen nicht was Sie tun…

denn auch die Finanzkrise ist durch ein Nichtverstehen, mangelnde Kontrolle/Regulierung der Mechanismen eines Margingeschäftes ausgelöst worden !

wie der nächste Absatz andeutet:

Risikomanagement

Die Risiken im Devisenhandel der Banken bestehen vor allem aus Markt- und Liquiditätsrisiken, die aus der Teilnahme am Devisenmarkt entstehen können.[8] Aus Sicht der Banken entstehen Devisenmarktrisiken durch unerwartete, negative Entwicklungen von Währungskursen, Zinsen und dem Ausfall von Kontrahenten. Andere, nicht zu unterschätzende Gefahren sind operationale Risiken (etwa der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen) und rechtliche Risiken (etwa unvorhersehbare Änderungen der devisenmarktrelevanten Gesetzeslage). Die Ausmaße von Devisenmarktrisiken werden durch den Value at Risk gemessen. Der Value at Risk eines Handelsbuches ist die obere Verlustgrenze, die bei einer vorgegebenen Haltedauer mit hoher Wahrscheinlichkeit (z. B. 99 %) nicht überschritten wird.[9]

Ja..da ist er wieder…der Glaube nichtlineare Systeme mit untauglicher Mathematik zu beherrschen…Wird der nächste „schwarze Schwan“  uns über die Währungspaare ereilen ? Fundamental denkbar ist der Mechanismus — Rentencrash — Abwertung der Währung aus der geflüchtet wird….siehe aktueller kleiner schwarzer Schwan..Griechenland/Euroentwicklung!

Das ist eine interessante Fragestellung ..welche mir eben durch den Kopf geht..und von Lyriker — mit Verweis auf die Aussagen von Warren Buffet für 2011 erwartet wird.

O.k…  das ganze wird sonst zu lang…Wer sich tiefer in die Materie einarbeiten möchte, lese bitte folgende Veröffentlichungen als Ergänzung zu dem aktuellen Mainstreamwissen:

„So wird dieses Buch keinen Leser reich machen. Doch es macht in klüger – und bewahrt ihn so vielleicht davor, ärmer zu werden.“

der Link..

Gut und jetzt wage ich eine Prognose zu dem Währungspaar Euro/Dollar anhand der rein technischen Analyse auf Basis des Cogito-Kapitalmarktmodells:

Das ist ein Langfrist- Chart ( 7 Jahre)  der folgende Erkenntnis zulässt:

Der Euro ist seit seiner Einführung zwischen 0,82 und 1,60 gependelt..aktuell befindet er sich gerade an seinem 61,8 Fibo..Retracement..um die 1,32 ..

Im Chart ist auch sehr schön zu sehen..das wichtige Oszilatoren ausgenudelt sind…

d.h. falls diese Zone hält ..wird der Euro wieder steigen…Kursziel dürfte um die 1,42 liegen.

Ich gehe aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % vom Halten dieser Zone aus…das Problem sind  die anderen 20 % …

denn die 1,23 sind je nach Nachrichtenlage…ohne Probleme möglich…

insgesamt sieht die zukünftige Bewegung übrigens nach seitwärts aus…sprich positv..1,32 – 1,42 , dann müßte mann jetzt long gehen..

oder falls die Käufer weiter streiken…1,23 – 1,35 …

d.h. aktuell warten und Tee trinken…

So ..das ist meine aktuelle Einschätzung…ich bitte nun um rege Beteiligung, um eine bessere Entscheidungsgrundlage für diesen interessanten Markt zu finden.

Freundlichst

Up



5 Gedanken zu „Der Lahme und der Einäugige..oder das Währungspaar Euro versus Dollar“

    1. Ja das glaub ich auch.
      Wenn ich das aber richtig sehe hat der Dax die Schwankungsbreite des Aufwärtstrend auf Jahressicht noch nicht verlassen (was aber z.Zt. durch die Dividendensaison schwer zu beurteilen ist). Da sind meiner Ansicht nach vielleicht doch eher Möglichkeiten für den langfristig orientierten Anleger günstig nach zukaufen. Obwohl kurzfristige Trends immer schwer zu beurteilen sind und die Angst der Anleger auch nicht kalkulierbare Streiche spielen kann.

  1. Nach einer Nachtsitzung …..
    es geht schneller, als man glaubt….
    Der hochverehrte Edouard Carmignac hält
    – ich zitiere nur sinngemäß –
    a) den Euro für eine „butterweiche“ Währung,
    b) sieht radikale Anpassungsmaßnahmen (=Sparmaßnahmen) verbunden mit Wohlstandsverlusten auf alle zukommen,
    c)sieht die Ursache in jahrelanger Verschleierung wirklicher Defizite und
    d) ich sehe die Ursache für den harten Kern
    (D, F, NL) in der Übernahme der Schulden des seit 1945 währungsabwertenden „Club Med.“

    Was tun?
    Abgesehen von meiner ohnehin internationalen Anlage habe ich Währungskonten eingerichtet
    in
    a) USD
    b) CHF
    c) NOK
    d) Aussie Dollar.
    Mit kleinen Beträgen. Nicht kurzatmig hektisch, wegen heute….
    Sondern auf Sicht 5 Jahre mit Nachkaufsziel bei Euro-Erholungen, da ich auf der Welt keinen besseren Fondsmanager kenne als…
    s. o.
    L.

    P.S.: Schade, dass nicht mehr mitdiskutieren.
    Ich habe so viele ehemalige Tradingbirds angeschrieben — ich weiss nicht, was sie hemmt.
    Und nochmals Schade, weil die Seite so gut ist.

  2. Vielen Dank für die erfreulicherweise wenig Dramatik enthaltende Prognose.

    Zur Nachrichtenlage:
    Der Schlüssel liegt m.E. in der deutschen Staatsverschuldung.
    Wird auch sie exorbitant? Zumal jetzt wieder kräftig verdienende AGs erst einmal Verlustvorträge aus 08 und 09 verrechnen?
    Zumal in einer wieder „brummenden“ Industrie der Markt immer die langen Zinsen anhebt?
    Mit all den fatalen Folgen für den Schuldendienst des Bundeshaushaltes?

    Sollten daher weitere Kredite, die ja zu einem Teil Zuschüsse sind, an die altbekannten Weichwährungsländer der Eurozone hinzukommen, bekämen wir Kürzungsdiskussionen wie in Griechenland und damit auch über den Euro selbst.

    Da haben es m.E. die USA als Bundesstaat, als Weltmacht und vor allem – mit Blick auf den Iran – als Militärmacht besser.

    Abseits jeder ökonomischen Begründung….. ergeben sich für mich Argumente pro Dollar.

    Und um die attraktiven Emerging-Marktets-Währungen von Ländern mit Haushaltsüberschüssen, die auch noch Rohstoffexporteure sind, geht es ja nicht.

    Man sollte sie aber vor dem Hintergrund des Wettstreits von 2 „Fußkranken“ als Anlagewährung nicht aus den Augen verlieren.
    MfG
    Lyriker

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