Der teutonische Bulle in der Warteschleife?

Bullenstark…so sind heute die Daten vom statistischen Bundesamt zu bewerten. Stand Vorkrisenniveau 18 Monate früher erreicht als die Dino-Schätzungen vor einem jahr erwarteten und beste Zahlen seit der Wiedervereinigung…

Im Vorjahresvergleich legte die Wirtschaftsleistung so stark zu wie noch nie seit der deutschen Vereinigung: Das preisbereinigte BIP stieg im ersten Quartal 2011 gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 5,2% (kalenderbereinigt: + 4,9%).

 

 

 

So bestätigt sich – wie so oft- im nachhinein die unerklärliche Entwicklung der Börsen vor Allem in 2009!

Wie der geneigte Leser dieses Blogs sicherlich weis, ist die Entwicklung seit Herbst 2009 an den Weltbörsen eher als verhalten positiv einzuschätzen, wobei rein formal unser Stubentiger aufgrund seiner Berechnungsmethode als Performanceindex hier uns ein X für ein U vormacht.
Die letzten 18 Monate waren auch marktmässig eher durch die Währungsentwicklung und medialen Schuldenhysterien geprägt, als das es sich um eine konsistente Hausse handelt. Doch die Phase sollte nun vor dem Ende stehen. Auch dem letzten muss es nun dämmern das eine deutsche Bank für 43 Euro oder eine Daimler, BMW oder eine K+S – von den Nebenwerten will ich erst gar nicht anfangen gute Preise sind.

Die Angst- vor einem aus dem nichts erfolgenden Einbruch- welche an den Kapitalmärkten ein steter Begleiter ist- kann mit folgenden rationalen Überlegungen kanalisiert werden:

Einige empirisches Argumente, welche sich ein Investor nicht oft genug sagen muss, ist folgende – von vielen unserer Untersuchungen- gestützte Erkenntnis:

1. Die Märkte steigen in 67 % der Handelstage. Damit ist die erste Erkenntnis das man unabhängig vom Kaufzeitpunkt in 2/3 der Fälle für seinen Mut belohnt wird.
2. Von den 33 % fallenden Handelstagen sind 80 % Nachkaufgelegenheiten!
3. Die Börsen agieren in der Regel selbstverstärkend fraktional, sowohl in den Kursmustern als auch über die Zeitachse. Dies bedeutet, das die banale Logik aus der Wetterprognose: Das Wetter von heute ist das Wetter von morgen, auch auf die Kapitalbörsen übertragbar ist. Einem fallenden Tag folgt zu 80 % ein fallender Tag und vice versa.
4. Die Börsen können sich irren !
Dieser Punkt ist der haften Bleibende. Denn es gibt Situationen in denen der fundamentale, technische und liquiditätswirksame Unterbau des Systems „Kapitalmarkt“ endogen zur Schwäche neigt und die Markt-Stimmung dies auf Allen Entscheidungsebenen nicht akzeptieren will.
Dies sind die gefährlichen 5 % der Handelstage….

3 Gedanken zu „Der teutonische Bulle in der Warteschleife?“

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  2. der Boden ist bereitet…falls keine exogenen Bremsen mehr(Japan)passieren, ist der Durchmarsch immer noch die wahrscheinlichsdte Lösung…vor Allem da wir nun nominal seit 18 Monaten seitwärts laufen…

    doch wie immer…im Rückblick wissen wir es im Mai 2012 exakter…

  3. Die nun 4 Monate alten Jahresprognosen für 2011 von Banken und Fondsmanagern gingen mit großer Mehrheit von folgendem Scenario aus:
    Bis zum Sommer schneller Durchmarsch bis 8.000 Punkte im DAX —– und dann Rückfall unter 7.000 und Ende der Hausse, so wie 2007, ohne 2. Gipfel.

    Unbestrittene Börsenweisheit:
    Die MEHRHEIT liegt i m m e r falsch.
    (… sonst gäbe es auch niemanden, der die Gewinne bezahlt…)

    Die Minderheitsmeinung ging von einem schwierigen 1. Halbjahr und Sommer aus und erwartete ein Durchstarten u.a. des DAX ab dem Herbst zu neuen Höchstständen.
    Zu dieser Meinung, der ich mich angeschlossen habe, passt sehr gut der Begriff „Warteschleife“. Die REFINANZIERUNG von einzelnen EURO-Ländern dürfte bis zum Herbst – in welcher Form auch immer – stehen.
    Die REFINANZIERUNG des US-Staates durch ein QE 3 dürfte ebenfalls bis zum Herbst stehen.
    Und dann?
    Wird am Markt die passende Antwort darauf gegeben, dass dieser – weitestgehend internationale – Konjunkturaufschwung inzwischen selbsttragend und kein staatsfinanziertes Strohfeuer mehr ist.

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