Die apokalyptischen Reiter, die Weltuntergangspropheten?

(Jahr 5 nach dem Fastkollaps – Rimpar bei Würzburg – UP) – Es wird Herbst – Herr Weiss und Herr Leuschel warnen verzweifelt und inständig vor dem „überfälligen“ Crash.

Derr geschätzte Kollege Robert Halver, welcher ähnlich stur wie wir, von der Tendenz bullish – die letzten Jahre kommentierte, meint folgendes:

Finanz-Apokalypse now? Nein! 
Ich nehme die aktuellen Finanzmarktrisiken ernst. Ernst ist es der (Geld-)Politik aber auch, die unkonventionelle Rettung von Konjunktur und Finanzmärkten voranzutreiben. So wird u.a. nach der Bundestagswahl das Projekt Euroland einig Schuldenland perfektioniert werden.

Die (Börsen-)Geschichte von 1987 wird sich nicht wiederholen. Wiederholen möchte ich aber mein Credo für Aktien. Denn ab Ende September, wenn die Finanzmarktrisiken abgearbeitet sind, erwarte ich keinen heißen Herbst, sondern einen zweiten Aktienfrühling!

Nun, diese Erkenntnis das die Geldpolitik noch nie in den Händen der  Staatsführern lag, hat sich noch immer nicht bei allen Parteien herumgesprochen. Die Regierungen werden nun seit fünf Jahren als „Schlachtvieh“ von den Märkten vor sich her getrieben – dabei hätten diese es bei mehr Einigkeit in der Hand den Wildwuchs in unserem „Garten Welt“ einzudämmen. Solange dies nicht erfolgt, bleibt den Notenbankern keine andere Wahl.

Dieses Kernargument – letztendlich ein erzwungener Ausgleich zu den Globalisierungseffekten, gekoppelt mit einem Computer -raubritterkapitalismus, gepaart mit geballter Terrotorialpolitik lässt eine große geldpolitische Veränderung auch die nächsten Jahre schlichtweg nicht zu.

Hoffnungsvoll stimmt mich zum aktuellen „großen Ablenkungsmanöver Syrien“ das Obama als Friedensnobelpreisträger doch wieder auf die diplomatische Karte setzen möchte und erstmals aussprach, was seit Vietnam kein US-Präsident mehr formulierte:

“ Wir sind nicht der Weltpolizist“.

Gut so- denn Frieden wird nur durch Einigkeit erzielt  und in diesem SyrienPunkt scheinen sich bis auf den Kindergarten EU – zumindest die Russen, Chinesen und Amis nun einig zu sein.

Was bedeutet diese Gemengelage für Investoren?

Wie diese Woche zu beobachten – die noch immer reichlich gehortete Liquidität sucht sich den Weg massiv zurück in die Aktienmärkte. Nach nun 4 Monaten seitlicher Konsolidierung sollte gerade gestützt durch das negative Sentiment und die zunehmend harten realen Fakten der „echten Wirtschaft“ der nächste Bullrun gerade am Beginn sein. Die letzten 4 Jahre hat sich so ein Druck aufgebaut, dass der Deckel nun ähnlich wie in Japan letzten Herbst sich vor Allem Europa mal einen kräftigen Schluck aus der Liquiditätspulle gönnt.

Die Frage ob die USA – als Triebfeder ausfallen könnte, da die Bewertung des S & P bereits hoch sei – vielen Dank Herr Handik für ihre unermüdlichen sinnvollen Ergänzungen – mag ich zur Zeit so beantworten: Im reziproken Fed-Modell – mit unseren Modifikationen-  welches wir seit 1996! als Grundlage zur Bestimmung des „Fair Value“ einzelner Assetklassen benutzen, kommen wir auf eine bestehende Unterbewertung für die USA von immer noch 15 % auf 18 Monatssicht. Die Krux aus dieser Gemengelage: Usa sollte zu anderen  Allocationen underperformen bzw. nicht so stark steigen, doch ein Crash aus Bewertungsgesichtspunkten sehen wir nicht. Korrekturen bis – 20 % vom temporalen Hochpunkt interessieren uns nur aus Tradinggesichtspunkten – und auch soch eine heftige Korrektur scheint bei der Gesamtgemengelage z.z. nicht gerechtfertigt – doch das ist seit 2011 unser großes Fragezeichen – Computerkaskaden, gepaart mit Zwangsliquidation bleiben eine beunruhigende Folge der hohen virtuellen Liquidität.

 

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