Gfe Nürnberg – Eine zerplatzte Seifenblase! Wo ist das Geld?

Außerdem kassierten die Kraftwerks-Vermittler satte Provisionen, wie im Strukturvertrieb üblich. Laut Firmenstatistik der Wochen 24 bis 47 des Jahres 2010 gingen zwischen 17 und 77 Prozent der Einnahmen gleich wieder an die „Strukkies“. So flossen auf zwei Konten einer als Vermittler genannten Dame 896.995,74 Euro. Doch bei der Empfängerin, laut Polizeiangaben eine Nürnberger Prostituierte, nehmen die Ermittler an, sie sei nur die Strohfrau des führenden GFE-Beschuldigten Karlheinz Z.

Leider, wie fast immer in dunklen Kanälen versickert. Es bleibt bei der lapidaren Aussage: No Risk, no Fun!

Sämtliche Angebote am Kapitalmarkt, welche – indirekt eine unternehmerische Beteiligung- anbieten bei der eine „planbare Erwartungsrendite“ über dem Doppelten des empirisch gesicherten Marktzinses liegen, aktuell 5 % p.a. vor Kosten! sind genauestens zu prüfen. Übliche Beispiele sind zur Zeit: Lizenzangebote aus dem Internetbereich, Genussrechte aus dem Solarbereich und der Immobilienwirtschaft, Penny Stocks über Mantelangebote, Forex-handelssysteme über Garantien, Anleihen auf derivater CDS Basis, Zinsdifferenzgeschäfte über unterschiedliche Durationen verbackt in „Forderungsmangementausfallversicherung“ …..

Sie verstehen nur „Bahnhof“ ?  Kein Problem fragen sie unabhängige Experten!

Das Drama in seiner Entwicklung:

Mit Pressemitteilung vom 1.03. und nach Beschluß des Amtgerichtes Nürnberg konnte  die ordentliche Insolvenzeröffnung erfolgen:

Ferner habe man sowohl mit den Anwälten geschädigter Anleger gesprochen, als auch die Meinung von Mitarbeitern der GFE-Gruppe über mögliche Handlungsalternativen eingeholt. Ausgehend von diesen Gesprächen und dem vor Kurzem bekannt gewordenen Gutachten des TÜV Rheinland über den Wirkungsgrad der Blockheizkraftwerke, das von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in Auftrag gegeben worden war, müsse man wohl den Schluss ziehen, dass das bisherige Konzept der GFE-Gruppe nicht durchführbar ist. Deshalb erscheint es fraglich, ob die auf dem Betriebsgelände befindlichen fertigen bzw. teilfertigen Blockheizkraftwerke überhaupt in Betrieb genommen werden können oder diese nur noch Schrottwert haben.

 

Weiterhin ist zu erwarten, dass die Schweizer GFE –  Ableger noch diesen Monat Insolvenz anmelden, da dies der einzige Zeichnungsberechtigte nach seiner Haftentlassung angekündigt hatte. Die erhoffte Fortführung der Gesellschaft, wie von vielen kolportiert, insbesondere vom anwaltlichen Vertreter des Vertriebes, wird nach der Aussage „Schrottwert“ und dem vernichtenden Gutachten über die Wirkungsgrade der „Chinaböller“ mit Anpassung an esoterische „Wasserantriebstechnik“ auch eher unwahrscheinlich, da a. kein Dauerbetrieb realisierbar ist und bei b. Nichtmodifizierung nicht rentabel.  Nach unseren Informationen werden ähnliche “ sinnlose“ Konstruktionen unter neuer Flagge nachwievor im fränkischen Raum angeboten.

Der geneigte Leser sollte dementsprechend skeptisch sein und sich die Zeit ersparen.

 

T. ist laut Handelsregister Geschäftsführer der GFE Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien, für die er im Dezember 2010 Insolvenz beantragte. Ob T. diesen Antrag überhaupt stellen durfte, wird von führenden GFE-Köpfen bestritten. Denn in einem Schreiben der GFE-Muttergesellschaft FI Holding AG vom 20.12.2010 steht: T. wurde bereits am 9. Dezember durch Andreas H. ersetzt. Ob das Schreiben aber rechtskräftig ist, darüber zerbrechen sich zurzeit Landgerichts-Richter die Köpfe.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg lies durch ihre Sprecherin verlauten, das es dem Herren im August 2010 dämmerte, das es sich um einen Betrug handeln könnte. Diese Vermutung kann man auch von unabhängiger Stelle überprüfen.

Neben der Wirtschaftlichkeitsberechnung, welche zu keinem Zeitpunkt realistisch und vor Allem nachhaltig war, ist es für interessierte Anleger in der Regel ein Warnhinweis, wenn eine Firma „plötzlich“ in nebulöse Holdings gesplittet wird. Dies erfolgte im Juli 2010. Bis Ende August kursierte dann noch das Angebot das man bis zum 30.08.10 zum alten Preis bei „doppelter Verprovisionierung“ in guter alter Strukki-Manier Seifenblasen unter das Volk bringen kann.

Zu dem Zeitpunkt als die Staatsamwaltschaft zuschlug, muss ein Großteil der Gelder bereits verschoben worden sein.

Eiskalt belogen? Die tollen Blockheizkraftwerke der Firma GFE sollen überirdisch gut sein – aber offenbar zu gut, um wahr zu sein. Ein Gutachten erhärtet den Betrugsverdacht.

nach Infos der Süddeutschen liegt das erwartete Gutachten des TÜV Rheinland der STA Nürnberg vor und bestätigt die Erwartungen der modernen Physik. Unbestätigte Quellen sprechen von einem Gesamtwirkungsgrad von 34 % . kolportiert, wobei  für die Wirtschaftlichkeitsberechung der GFE  mindestens 70 % notwendig sind.

Das Gutachten des TÜV Rheinland im Auftrag der STA Nürnberg. Pressemitteilung.

Auf die Tücken unseres Rechtsystems in einer solchen Konstellation, welche übrigens als Masche typisch für „MLM“- Vertriebe ist, welche überteuerte oder nicht nachhaltig funktionierende Konzepte an den Mann bringen wollen, wurde in diesem Blog ebenfalls mehrmals hingewiesen. Man vergleiche nur die Konstruktion bekannter mittlerweile überprüfter Schematas aus der Vergangenheit:

Securenta AG, baugleich zum aktuellen Akura AG – Angebot, ähnlich gestrickt, die tollen Offerten der Euro-Gruppe, die Time-Sharing- Szene,  aus der „sektiererischen „freien Energie“- Ecke: Die Würth AG, sowie diverse kleinere Spinnereien, aktuell sollte man sich das Konzept der Erste Mai ebenfalls nur mit der Kneifzange zu Gemüte führen und sich sowieso grundsätzlich überlegen, ob man bei ähnlich gestrickten „Pyramidenstrukturen“ anheuert!

Thema beendet- Warnung vor ähnlich gestrickten Angeboten!

2 Gedanken zu „Gfe Nürnberg – Eine zerplatzte Seifenblase! Wo ist das Geld?“

  1. Hmm es ist allerdings einiges merkwürdig an dem Fall.

    So wurde bisher der TÜV nicht veröffentlicht.
    Die Effizienz enspricht einem normalen Blockkraftwerk das ausserdem noch in der entwicklung steht.
    Auch hat die Firma einige fertiggestellt.

    So stellt sich für mich die Frage warum tun die das wenns nur ein Betrug ist.Versteht mich nicht falsch ich glaube nicht an dieses eso Zeug – shcon gar nicht an 70% Effizients bei einem verbrennungskraftwerk.

    Trotzdem, wenn man sich alle Berichte dazu ansieht sieht das nicht unbedingt nach einem Betrug aus, bzw zumindest agiert die Staatsanwaltschaft auch etwas merkwürdig.

    Tatsache ist das mir persönlich im Energiesektor mehr als nur Lobbyismuss bekannt ist. Da alufen eine Menge dinge die leider tatsächlich unter verschwörungstheorien fallen würden wenn sie nicht war wären… egal

    Ich behautpe jetzt nicht das es hier auch der fall ist aber es weckt eine gewisse Skepsis

    War ist das diese Firma teilweise etwas unklug gehandelt hat – scheinbar war am anfang nicht genug geld für eine ausreifung des produkts vorhanden und man die entwicklungskosten unterschätzt.

    Dennoch passt hier einiges nicht zu den massiven vorwürfen eines bandenmäßigen betrugs.

    1. kraftwerke wurden gebaut andere sind noch im bau
    2. der preis wurde kurz nach dem start um 30% erhöht da sich das design geändert hat und die prodkosten dadurch höher wurden – wenns ein betrug ist wozu sich die mühe machen
    3. das design wurde mehrmals überworfen – etwas unfähig ja aber wenns ein betrug ist wozu die mühe
    4. interviews von angestellen die weiterhin davon überzeugt sind das das produkt funktioniert
    5. nachdem die staatsanwaltschaft aktiv wurde hat die firma den verkauf eingestellt und auch kein weiteres geld mehr angenommen – eigentlich unüblich für betrüger die norm. bis zum letzten atemzug versuchen zu kriegen was zu kriegen ist

    Was mich auch wundert ist wie kommt die staatsanwaltschaft dazu mal eine firma dicht zu machen BEVOR es entsprechende Gutachten etc gibt – bzw wieso werden hier gutachten verlangt für ein produkt das noch entwickelt wird und noch nicht ausgeliefert wurde

    Für mich ergibt sich da eher ein anderes bild.

    Die staatsanwaltschaft hat voreilig oder gewollt eine firma dicht gemacht ohne das es zu dem zeitpunkt richtig gewesen wäre

    die firma hat jedoch selbst teils grobe fehler begangen und vielleciht auch etwas blauäugig agiert und deren konzept vielleicht etwas zu positiv gesehen bzw nicht durchdacht.

    hätte das ganze konzept funktioniert – schwer zu sagen da genaue details nie veröffentlich wurden – ich persönlich glaube nicht wirklich daran

    wars ein bandenmäßiger betrug – daran zweifle ich auch etwas

    allerdings durch eingreifen der staatsanwaltschaft wurde es praktisch zu einem. denn wenn die firma nicht weitermachen darf ist das geld und das konzept entgültig verloren und der schaden imens.

    interresant allerding ist der der konkursverwalter auch noch die option einer sanierung im auge hat jedoch eher bezweifelt aufgrund techn. probleme

    Wie ein richtig bandenmäßiger betrug sieht das aber nicht aus – da hätte es weder ein produkt gegeben noch einen tüv der hätte irgendwas prüfen können.

    es sieht eher so aus als ob die firma versucht hat ein konzept fertig zu entwickeln mit dem geld der kunden. das war nicht korrekt aber nicht unüblich – sehr sehr viele firmen arbeiten so

    die staatsanwaltschaft schaltet sich dann mitten in der entwicklung ein – dreht alles ab sagt es is nix da und wirft betrug vor

    ich denke es hat seinen grund warum bisher genaue daten unter schluss sind und wohl auch bleiben werden

    ich denke eher das hier jemand konkurenz gesehen hat und die nicht mehr wollte – allerdings ich glaube nicht das das alles langfristig so funktioniert hätte wie die sich das vorgestellt haben

    betrug … sorry aber der braten riecht ziemlich faul

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