Ich habe keine Ahnung,

(Rimpar bei Würzburg -UP) – was morgen passieren wird, doch einige Optionen haben wir Alle um uns in der Welt zurechtzufinden. Da dieser Blog sich vorwiegend mit den Kapitalmärkten und deren Vernetzung beschäftigt, stehen in der Semantik der „Dauerkrise“ in den nächsten Wochen interessante „Cliffs“ an.

In diesem Zusammenhang muss ich mal  auf die Kolumne von Stephan Risse verweisen – der hat mal gerade auch die Schnauze voll, von den „Säuen die ständig durch die Kapitalmarktdörfer“ getrieben werden:

„Solche Begründungen entstehen, indem der Marktkommentator einen Händler anruft und nach den Gründen fragt, die für die jeweilige Tagestendenz verantwortlich sind. Dieser saugt sich etwas aus den Fingern, so wird die Bank, oder das Maklerunternehmen für das er arbeitet sowie er persönlich in dem Marktbericht zitiert. Gäbe er die zumeist wahrscheinlich ehrliche Antwort: „ Ich habe keine Ahnung!“, würde er irgendwann wahrscheinlich nicht mehr angerufen und folglich in der Presse nicht mehr stattfinden.“

 

So sehr ich auch die Bücher von Kostolany genossen habe, ein entscheidender Unterschied seit den 1920/30 gibt es, der in historischen Rückblicken gerne vergessen wird. Die Computerisierung der Gesellschaft, insbesondere die Entwicklung an den Kapitalmärkten mit den nicht mehr zu vergleichenden Rahmenbedingungen – Stichworte : Fiat Money, HFT und Globalisierung!

So pokern die USA – heillos und verhärtet – wieder einmal um die Weltwirtschaft und im speziellen, um ideologische Programmatik, also um den Haushalt. Rational bleibt nur ein fauler Kompromiss und eine Vertagung um weitere Monate – Wie üblich seit den 70zigern und vor Allem unter Obama. Dabei könnte dieser per Dekret die Sache ersteinmal beenden – und sich vor dem obersten Gerichtshof später rechtfertigen, in ein paar Jahren, wenn er in Rente ist. Clinton hatte diesbezüglich deutlich weniger Skrupel, wenn die Reps uneinsichtig waren.

Also was bleibt –  bei solchen Nachrichten? Wer auf eine „angekündigte Mutter aller Finanzkrisen“ wetten will, sollte sich absichern oder in Cash gehen.

Alle anderen dürfen zu Recht auf die Rationalität der Akteure vertrauen, denn wer will denn wirklich in

den Geschichtsbüchern als Vollstrecker des Untergangs der USA stehen?

 

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