Japan – der Pazifische Feuergürtel und die Macht der Naturkatastrophen

Börsenindikation für den 14.03.2011 – Europa und USA fürchten den Super – Gau – Japan braucht allerdings in erster Linie humanitäre   Unterstützung

(Cogito-Paul.de/Rimpar  bei Würzburg)- Auch am zweiten Tage nach der schrecklichsten Naturkatastrophe seit dem zweiten Weltkrieg bleibt die Lage in Japan unübersichtlich. Neben dem in europäischen Medien alles beherrschenden Atomkraftthema, wobei bereits alle Anwohner im gefährdeten Radius um die AKW´s evakuiert wurden, haben die Menschen vor Ort  eher die drängenden humanitären Probleme, welche durch das Erdbeben und den Tsunami ausgelöst wurden.  Wie bereits bei den letzten großen Tragödien zeigt sich auch heute das die Weltgemeinschaft zusammengerückt ist. Neben den Europäern und Amerikanern, welche bereits am Freitag ihre spezialisierten Helfertrupps losschickten, kann Japan zur Stabilisierung der Energieversorgung auf Russland bauen.  Zudem …und dies ist ein Novum werden sich auch die Chinesen für Unterstützung sorgen und in Absprache mit der Weltbank die Geldversorgung in Asien beobachten und ggf. intervenieren.

Der Berg der Japaner und einer ihrer wichtigsten Götter

Die japanische Notenbank hat über das Wochenende bereits 500 Mill. Eur Soforthilfe 13 japanischen Instituten bereitgestellt.Ob das Zittern der Weltwirtschaft berechtigt ist, wird sich die nächste Woche bereits zeigen.

Die bitteren Erfahrungen der letzten Jahre, Kobe 1995 speziell in Japan, bzw. der Tsunami von 2004 hinterliessen im Rückblick keine Delle in der Weltwirtschaft. Im Gegenteil die Wiederaufbauarbeiten nach Kobe erzeugten die einzige signifikante Sonderkonjunktur im Japan der Neunziger Jahre und Indonesien ist seit 2004 ebenfalls wirtschaftlich  beschleunigt aus der Katastrophe hervorgegangen.

So wundert es nicht, dass sogar meine Lieblingskassandra Roubini die mittelfristigen Perspektiven für die japanische Volkswirtschaft nicht so schlecht einschätzt:

Langfristig gibt sich sogar Roubini optimistisch. Der Wiederaufbau könnte einen kräftigen konjunkturellen Stimulus darstellen. Dieser Meinung sind auch der Japan-Experte der RZB, Ingo Jungwirth, und Ulrich Schuh vom Institut für Höhere Studien (IHS): Alte, nun zerstörte Produktionsstätten würden nun mit neuer Technologie wieder aufgebaut. Dafür müssten laut Schuh auch Leistungen aus dem Ausland zugekauft werden, was positiv für die Handelspartner Japans sei. Studien würden belegen, dass „creative destructions“ bei hoch entwickelten Volkswirtschaften Wachstumsimpulse brächten.

Demnach ist es nur logisch das sich Premier Kan – trotz der prekären Lage – in dem sich das Land befindet, nach einem Treffen mit der Opposition heute verkünden lässt:

Kan erwartet, dass Japan nun einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben werde wie die Vereinigten Staaten unter dem „New Deal“ von Präsident Franklin Delano Roosevelt in den dreißiger Jahren. Das Erdbeben werde schon bald durch den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen große Nachfrage schaffen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, forderte der Premier die Bevölkerung auf, die Wirtschaftslage weniger pessimistisch zu sehen.

 

Ähnlich muss man heute die verfügbaren Indikationen bzgl. der morgigen Eröffnung an den Kapitalmärkten interpretieren. Die Japaner welche viel Geld im Ausland angelegt haben, rekapitulieren dieses, so ist der Yen bereits am Freitag stärker gewesen und die Indikationen für die Aktienmärkte sind sehr selektiv. Schwach gehen vor Allem die Versicherer und Energieversorger  – insgesamt sollte morgen die 6.920 Marke im Dax genau beobachtet werden,was einem Re- Test des Ausbruchsniveaus von Dez. 10 entspricht!

So schrecklich die Ereignisse in Japan sind, aktuell mahne ich zur Ruhe da auch eine Woche wirtschaftlicher Stillstand in der drittgrößten VW der Welt das  Welt- Bip nur marginal belastet.

Wie so oft könnte sich das zynisch-ängstliche  Gesicht der Kapitalmärkte in ein paar Wochen im Rückblick als Ende der laufenden Korrektur herausstellen.

Den Japanern wünsche ich alle Kraft und das Geschick mit vereinten Kräften diese Situation zu meistern. Der Fujisan hat diese Volk auch immer beschützt, trotz aller Unwägnisse!

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