John Paulson – Die Risiken einer derivaten Kumulationsstrategie!

Vom umjubelten Helden – zum Opfer des historischen WirtschaftsExperiments

Das verwaltete Vermögen von Paulson liegt noch bei 20 Milliarden US-Dollar, nach deutlich höheren 40 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr. Seine Fonds Advantage und Advantage Plus haben im letzten Jahr 36 Prozent und 50 Prozent verloren. Paulson setzt seit 2010  auf eine Übergewichtung von  Gold und die Aktien diverser Rohstoff-Konzerne. Seine Fonds will er damit gegenüber Konjunkturschwankungen im aktuellen Krisenumfeld unabhängiger machen. Paulson hatte den Zusammenbruch des US-Häusermarktes im Jahr 2007 richtig vorhergesehen. Mit Spekulationen gegen den US – Häusermarkt und den Zusammenbruch der Underlyings – wir erinnern uns – ABS, CDS, ABMs und wie die kreativen 100% sicheren One-point- Bündelungen mit Segen der grossen Ratingagenturen – S&P, Moodys und Fitch – alle hiessen,  hatte er Milliarden US-Dollar verdient. Seitdem hat er keine Erfolge mehr erzielt.

Auch wenn viele  – langfristige Investoren ( lustig seit 2008)  – seit der Normalisierung im Herbst 2009 Erbsen zählen – da sich seitdem empirisch und in den meisten Depots nicht viel verändert hat – zeigt dieses Beispiel sehr schön die Ungeduld der Branche. Die politische Unsicherheit – im Kampf um den rechten Weg, sowie das Überlassen des Handels den dümlichen Algorithmen, hat zu zermürbenden Volatilitätsausschlägen geführt, welche im Prinzip nur mit „Oakham´s Messer“ bekämpft werden können.

D.h. sich immer wieder vorbeten – eine fundamentale Unterbewertung im Vergleich zu den anderen Eiern in den verschiedenen Körben – führt über die Zeitachse zu einer empirischen Anpassung der   jeweiligen Vergleichskurse – und hier beginnt die Kunst der tendeziellen Übergewichtung (  Wie erwische ich das Jenssen Alpha?) in Kombination mit entsprechenden Gewinnmitnahmen bzw. Untergewichtung.

In diesem Sinne muss jeder prüfen – oder prüfen lassen- wie ist meine Asset -Gewichtung in meinem gesamten Vermögensportfolio. Und damit ist es nicht getan, denn auch das interne Chancen/Risiko Verhältnis muss jährlich überprüft werden.

Das sich seit Okt. 2008 die Aktie als Nummer Eins Anlage zur Übergewichtung  qualifiziert hat ist den Lesern hier geläufig. Denn es ist der Teil des Vermögensportfolios, welcher seit 2000 von 40 %  Durchschnitts-Gewichtung auf makabere 11 % in Deutschland gefallen ist und dies ist  ein weltweiter Trend.

Trotz der zermürbenden letzten zwei Jahren,  aus historischer Sicht teile ich die Einschätzung – wie seit 2010 tapfer verteidigt-  das mit etwas längerem Blickwinkel – vllt. sogar die Rückkehr des „Buy and Hold mit entsprechenden Kalibrierungsmechanismen“ im Rückblick des Jahres 2020  die Top-Empfehlung gewesen sein wird.

Auch wenn die Kanonen andauernd  donnern – die Zeichen der Zeit sollte man zu seinen Gunsten deuten – Dax historisch

CRASH 2012 – oder ?

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