Korrektur an den Aktienmärkten – eigentlich eine normales Ausatmen nach validem Ausbruch!

(Rimpar bei Würzburg-Up) – Die Notenbanken werden rein medial die nächsten Monate dafür sorgen, dass die erwünschte Aufwertung bzw. Inflationierung der Assetseite ( sämtliche Aktivas – wie Immobilien, Aktien, Unternehmensbeteiligungen) weitergeht.
Warum? Die Geschichte bleibt einfach – aufgrund der globalen Wettbewerbssituation und der erzwungenen hohen Schuldenstände der Staaten, muss eine Enteignung der „Liquiditätshorter“ erfolgen und gleichzeitig genügend Vertrauen wieder aufgebaut werden, das sich die Kerninvestitionen bei den Unternehmen erhöhen – durch Planbarkeit.

Das Bittere an dieser verflixten Situation ist natürlich für die breite Masse – dass diese gar nicht weiß, dass sie als „Kolateralschaden“ ebenfalls um einen Teil ihrer  Altersvorsorgeanspüche gebracht werden, denn die Hauptfolge ist, dass die Guthabenzinsen auf absehbare Zeit nicht steigen werden und damit als Folge der Renditedruck  auf die großen Kapitalsammelstellen ( Lebensversicherer, Pensionsfonds) immer größer wird.

Zumindest ist mir bis heute nicht vernünftig vermittelt worden, wie man bei einer deutschen Umlaufrendite von 1,4 % Guthabenzins – nach Kosten und Steuern alleine nur die Garantieverzinsung von 1,75 % p.a. erzielen will ( Aktueller Stand bei deutschen Lebensversicherern). Das geht nur mit massiver Erhöhung der Assetseite – sprich Aktieninvestments und deren Derivate – ETFs, Investmentfonds, Unternehmensbeteiligungen, Private Equity.

Aus dem Monatsbericht der EZB:

„Die EZB wird die Zinsen auch deshalb niedrig halten, weil der Preisdruck im Euro-Währungsgebiet aus ihrer Sicht mittelfristig gedämpft bleiben wird.Das günstige Geld  kommt gerade in den Krisenländern nicht im gewünschten Maße bei den Unternehmen an,  da die Kreditvergabe  nach wie vor verhalten sei. Vor allem in Spanien und Italien leiden kleinere Firmen unter hohen Zinsen für Bankkredite.“

Das ist auch für Deutschland im Prinzip übertragbar. Auch hier ist die Kreditvergabe auf Blick in Richtung der Einführung von Basel III keineswegs expansiv.

Ein Paar Worte zum allgemeinen und technischen Zustandes unseres geliebten Stubentigers:

Mit Monat Mai ist die Signalstärke auf tiefgrün umgesprungen – dass heisst unser Modell hat das letzte nötige FolgeKaufsignal, welches wir seit 2010 erwarten, langfristig bestätigt. Seit wir unsere Allokation und Gewichtung nach dem Cogito-Modell ausrichten – seit 1997 ! hat diese Muster eine 100 % Trefferquote- auf Sicht der nächsten 18 Monate – bzw. in diesem Fall auch darüber hinaus.

Allerdings ist die Prognosegüte unabhängig volatiler Zwischenbewegungen, was wieder einmal die Korrektur der letzten zwei Wochen uns sehr schön vorführt.

Fundamental ist der Dax vom dynamischen  Buchwert her bei 6700 Punkten bei einer Ratio von  1.

Beim aktuellen Stand ist das Kurs/Buchwert Ratio bei 1.25 – Üblicherweise schafft dieses Ratio in Aufschwungphasen locker 1.8 — 2000 sogar über 2. Wobei wir uns entsinnen 2000 nahm ein böses Ende mit dem Rückfall auf unter Buchwert – doch mit entsprechendem fundametalem Abschwung untermauert.

Wenn wir für 2013 die Mittelrange von 1.6 unterstellen – Voraussetzung bleibt das die zarten Konjunkturpflänzchen über den Sommer das Spriessen beginnen – sind dieses Jahr die 10.700 Punkte drinnen …

Dies wiederum bedeutet– die aktuelle Korrektur kann sich im Nachhinein ähnlich als gute strategische Einstiegsgelegenheit entpuppen, wie die Korrektur Ende März/Anfang April.

Die Risiken bleiben die alt bekannten:

Aufbau der medialen Hysterie – und als nicht prognostizierbare Größe das Eigenleben der High Frequnenzy Traders: Aufgrund deren weltweiten Umsatzgrössen bleiben diese Algos leider eine „Unwettergefahr“ für die Börsen, vergleichbar mit dem extrem bedauerlichen Hochwasser – in beiden Fällen müssen hier Bürger für politische Fehler büssen!

 

 

 

 

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