Macht der König von Bayern Merkel zur Kaiserin?

Renate Paul 14.09.2013 Berlin Schönefeld
Wohin geht der Flug?

 

 

 

 

(Rimpar bei Würzburg-UP) – Die Bayern, Schwaben und Franken haben ihren König gewählt. Restdeutschland staunt nicht schlecht, besonders die politisch Linke beginnt mit passenden Rückzugsgefechten. Die vormals angesehene Partei der bürgerlichen Freiheit und Aufklärung, ist zu einer Neokapitalisten und Adam Smith Gläubigen Lobbyschleimerin verkommen und wenn Genscher schon tot wäre, würde er sich im Grabe umdrehen. Die rechtsfundamentalen getarnten ökonomischen „Inselgläubigen“ sind natürlich auch keine ernsthafte Alternative.

Was bleibt Deutschland und dem Wähler übrig? Peer  schwimmt gegen Nahles und Gabriel sanft in den Ruhestand und Angela befasst sich seit Sonntag damit, wie Sie elegant die Nahles in der zukünftigen Regierung los wird und gleichzeitig einen Koaliationsvertrag schmiedet, welcher wieder Bewegung in dieses Land bringt. Innenpolitisch stehen schwere Reformen der Sozialsysteme an, denn alleine in den gesetzlichen Krankenversicherungen fällt der Zuschuss aus den Steuertöpfen ab Oktober ersatzlos weg – oder wird ein zentraler Punkt im Koaliationsvertrag.

Außenpolitisch muss Deutschland nach Jahren der Austerität den Fokus auf sinnvolle Anschubinvestitionen richten, denn nur ein steigendes BIP bringt die gewünschte Entlastung in den Staatshaushalten- zumindest prozentual. Gleichzeitig steht die Herkulesaufgabe an es endlich mit den United States of Europe ein bisschen ernsthafter anzugehen, denn ansonsten wird Europa weltpolitisch weiterhin nur als „Kindergarten“ wahrgenommen.

Was bedeutet diese Gemengelage für die Aktienbörsen?

Wie so oft bei vermeintlich wichtigen politischen Entscheidungen – auch wenn die Welt mit größtem Interesse auf die „Kaiserin“ blickt, nicht viel. Die entscheidenden Weichen werden nun seit Jahren bei den Notenbanken getroffen –  und es bleibt uns nur zu wünschen, dass die Politik endlich ihre Hausaufgaben erledigt – Ich verweise auf die Absprachen von London 2009 der G20.

Am Sonntag soll es sonnig werden – das Wichtigste für Deutschland ist eine mehrheitsfähige und starke Regierung – Warum also nicht umsetzen, was sich nach Umfragen sowieso 66 % der Deutschen vorstellen und wünschen.

Eine große Koalition verbindet die politische Mitte – Bundestag und Bundesrat könnten wieder durchdachte, vollständige  und sinnvolle Gesetze verabschieden – ohne die ständigen Korrekturen aus Karlsruhe.

Damit könnte sich die Regierung aber auch innereuropäisch und aussenpolitisch wieder mehr gestalterisch engagieren  – und die Zeit des Abwartens und nur Reagierens in höchster Not hätte endlich ein Ende!

 

 

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