Quantitativ Easing — ein politisches Ratespiel ?

eben doch nur Comic

ich finde diese Spots immer wieder nett….doch die Naivität, gepaart mit dem Wunsch es gerne einfach zu haben, geschweige denn der tendenziöse Aufbau der politischen Manipulation….ist putzig.

Ich möchte in die Debatte  über Staatsverschuldung und Haushaltsdefizite erneut  einwerfen, das die „vermeintliche Darstellung“  eines inflationären Umfeldes bei völliger Weglassung der „Macroebene“..auf Jahresfrist einfach zu kurz gesprungen ist.

Die „Liquiditäts- und Bewertungsströme“ welche tatsächlich für ein deflationäres Grund- Szenario in den gesättigten VW´s sorgen sind deutlich gewichtiger…als das Aufzählen einiger konsumativer Positionen auf Jahresfrist.

da wären:

Der Verfall der Aktienpreise…real seit 12 Jahren…

Der oft diskutierte Verfall der Immobilienpreise..

Die still- schwelende Bilanzrezession bei den amerikanischen Banken… und einigen Europäern…hier vor allem noch immer die HRE…die ihre Market-Maker Funktion für dt. Pfandbriefe  aufrechterhalten muss.

und was mittlerweile behindernd hinzukommt…die Liquiditätsfalle ..also Hortung der Selben, gepaart mit den „Refinanzierungsnotwendigkeiten “ der „Retter“…= Staatshaushalte.

Historisch sind dies auch genau die Punkte , welche die „Great Depression“ in den Dreißigern befeuerten…

deswegen handelt die  FED wie sie handelt, weil sowohl „Greenspan  ( 2003 ) als auch Bernanke dies verhindern müssen….und dies sicherlich auch aus politischen Erwägungen…

denn das letzte was die Welt aktuell braucht ist, ein Rückfall in eine Rezession/Depression, denn dann ist die Gefahr der gängigen historischen END-lösung –  irgendwo einen Krieg anzuzetteln oder eben plündernde Meuten nach Ausfall der Grundversorgungssysteme…- stark steigend.

Also ..so gerne ich auch „Short-Engagements“ rein pragmatisch liebe…( ich liebe hohe Vola !)

ist dies aus rein „regulatorischen Gründen “  der Politik nicht gewünscht, da auch die Verflechtungen der Märkte einfach zu hoch sind.

Sprich der „Kaskadeneffekt“ den wir 2008 erlebten, ist nur in der Weltgemeinschaft zu verhindern und da gehört auch eine prosperierende USA dazu.

Das diese regulatorischen Eingriffe  den Verfechtern einer „neoliberalen Theorie“ nicht passt…ist rein ideologisch begründet…

und soviel wert, wie das Papier auf dem es steht, wobei man hier auch wieder ein Brücke zu unseren Bits und Bytes der Notenbaken schlagen darf…

freundlichst

Up

3 Gedanken zu „Quantitativ Easing — ein politisches Ratespiel ?“

  1. Lt. Ken Fisher wird in den USA in den neuen Quartalsberichten eine Gewinnsteigerung von
    24 % angenommen.
    83 % der Unternehmen des S&P 500 haben im letzten Quartal die geschätzten Gewinnerwartungen übertroffen.
    Die letzten 5 Quartale waren es damit mehr als 20 %.
    (aus der Kolumne von Fisher in Focus Money Nr.45).

    Wie auch immer die Strategie der Fed scheint im Moment aufzugehen.

    1. so ist es…

      im übrigen bleibt der „Laging-Indikator Arbeitslosigkeit“ in USA in seinem Zeitfenster..auch 2003 hat es ca. 18 Monate gedauert bis die Arbeitslosigkeit „offiziell“ wieder rückläufig wurde…

  2. Das mit den „plündernden Meuten“ gefällt mir am besten.
    In Cleveland, Ohio, kann man diese Gefahr punktuell und am Rande schon beobachten.

    Daher ist die politische Einstufung des vorhandenen weltweiten Handlungsimpetus zur gemeinsamen, eben nicht abgeschotteten „Wiederbelebung“ der Wirtschaft unbedingt richtig.

    Sorgen macht mit daher der Wahlausgang in den USA mit einer rep. Verhinderungmehrheit im „House“, die zu gerne im Wahlkreis den angeblichen „Segen“ höherer Zölle gepredigt haben. ….das hatten wir schon mal….

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