Schnellboote und Tanker !

Euroraum: Wirtschaft wächst im zweiten Quartal Luxemburg (BoerseGo.de) – Nicht nur in Deutschland, auch im gesamten Euroraum ist im zweiten Quartal dieses Jahres ein spürbarer Wirtschaftsaufschwung zu verzeichnen. Von April bis Juni ist die Wirtschaft um 1,0 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal angewachsen, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg bekannt gab. Bestätigt wurden damit vorläufige Zahlen. Im Vorquartal von Januar bis einschließlich März hatte das Wachstum bei lediglich 0,3 Prozent gelegen.

Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft sprang im Berichtszeitraum des zweiten Jahresviertels um 2,2 Prozent an. Damit hat sich die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union mit an die Spitze des Aufschwungs gesetzt und die Rolle des Zugpferds in Europa übernommen.
Auf Jahressicht wuchs die Wirtschaft in der Eurozone noch stärker und zwar um 1,9 Prozent. Hier wurden vorläufige Zahlen nach oben revidiert. Zunächst war ein Wachstum um 1,7 Prozent ausgewiesen worden.

Den Angaben zufolge wurde das Wachstum vor allem durch die Exporte und die Investitionen der Unternehmen angekurbelt. So stiegen die Ausfuhren um 4,4 Prozent, während die Investitionen um 1,8 Prozent zulegten. Die Einfuhren erhöhten sich im Euroraum gleich den Ausfuhren ebenfalls um 4,4 Prozent. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Euroraum stiegen um 0,5 Prozent (nach plus 0,2 Prozent im Vorquartal).

Der Taker Europa kommt in Fahrt…und wenn man die Forecast Indikatoren für den anderen grossen Tanker der Welt -die USA  verfolgt hat, so muss man feststellen…

die Wachstumsdelle ausgelöst durch das Auslaufen der Konjunkturprogramme ist in Quartal IV überwunden.

Die südamerikanischen und asiatischen Schnellboote düsen in hohem Tempo weiter…besonders spannend ist in diesen VW´s mittlerweile die Verbreiterung der Mittelschicht…was sich in der Regel stabilisierend auf den privaten Konsum in diesen Ländern auswirkt.

Die einzigen Forecasts welche aktuell in Skepsis erstarren sind die Weltbörsen, welche nun geschlagene 12 Monate in einer Seitwärtsrange verharren….

doch saisonal kommen nun die stärksten Monate des Jahres ( incl. September) so dass man gelassen Weihnachten 2010 entgegen blicken kann..

freundlichst

Up

Ein Gedanke zu „Schnellboote und Tanker !“

  1. Der Vergleich mit 2004 drängt sich immer mehr auf, zumal auch das vergangene Jahr dem Jahr 2003 sehr ähnelte. Gibt es also das „goldene 2011“ in Anlehnung an die im 6-Jahres-Rhythmus erschienenen Hausse-Jahre 1999 und 2005 mit Jahreszuwächsen in den Indices von rd. 30%?
    Die Zutaten liegen vor: Ein nachwirkender Schock, eine als Medizin verabreichte hohe Liquidität, niedrige Leitzinsen, historisch niedrige Kapitalmarktzinsen, gut bis sehr gut aufgestellte Unternehmen, ein den Standort D begünstigender schwacher Euro, und vor allem eines: Pessimismus, wohin man schaut!

    Aus diesem Cocktail ist schon manche Hausse entstanden.

Schreibe einen Kommentar