Schwarmintelligenz: Studie hält nicht viel von der "wisdom of the crowds"

Eine Studie  welche „schwarze Schwäne“ in diesem Fall die Finanzkrise von 2008 als Inspiration nahm, um die alte These „der Schwarmintelligenz“ zu prüfen. Offensichtliches Ergebnis: Der Herdentrieb beeinflusst die Antworten. Nur wieder ein zusätzlicher Beleg zur Rekursivität von Massenentscheidungen.

der aus Australien stammende schwarze Schwan

 

The “social influence effect” diminishes the diversity of the crowd without improvements of its collective error. The “range reduction effect” moves the position of the truth to peripheral regions of the range of estimates so that the crowd becomes less reliable in providing expertise for external observers. The “confidence effect” boosts individuals’ confidence after convergence of their estimates despite lack of improved accuracy. Examples of the revealed mechanism range from misled elites to the recent global financial crisis.

Bleibt nur die Frage wie löst man sich persönlich von „Massenmeinungen“, bzw. welche erkenntnistheoretischen Rückschlüsse müssen wir als Investor aus dem „Informations- overflow“ ziehen?

Die letzten Monate gerade bzgl. der sogenannten Eurokrise mit ihren Protagonisten, beinhalten eine gehörige Portion „Spiegelfechterei“.  Die weltweite Politik schwankt zwischen dem Zwang der Globalisierung und den dafür notwendigen Kompromissen, während Sie national weiter bemüht ist dem nationalen Alltagsgeschehen gerecht zu werden und andereseits den Weltmärkten hinterher zu hetzen,um  gleichzeitig den berechtigten Ängsten der Masse die Schärfe zu nehmen, damit die Situation uns nicht wieder an den Rand des Abgrundes führt.

Das Problem der westlichen Demokratien ist tatsächlich das diese  der „Schwarmintelligenz“ ( Wähler) meinen politisch folgen zu müssen, zumindest wenn die nächsten Wahlen anstehen. Damit werden notwendige „unpopuläre Entscheidungen“ erst gar nicht versucht zu kommunizieren. Stattdessen folgt man der vermeintlichen Masse, um seine Wiederwahl zu sichern. Betrachtet man in Deutschland das System der Parteienfinanzierung, so muss man sich auch nicht wundern, dass neue Impulse von den etablierten Parteien nur schwerfällig aufgenommen werden. Man entscheidet ja selber über den eigenen ( Wahlkampf)-Etat.

Bedenklich und von den Wahlforschern seit Längerem  angemahnt ist in diesem Zusammenhang der stetige wachsende Anteil der Nichtwähler. In Summe sind diese mittlerweile die größte Gruppe an Wahlberechtigten.

Irrt nun dieser Schwarm?

2 Gedanken zu „Schwarmintelligenz: Studie hält nicht viel von der "wisdom of the crowds"“

  1. Das ist ja das verhängnisvolle für die „Börsen-“ Menschen…
    …wenn der Löwe kommt, müssen wir uns der flüchtenden Gruppe anschliessen.
    … das sitzt seit Jahrmillionen in unseren Genen.
    Da an der Börse alles spiegelverkehrt zu sehen ist („buy on bad news, sell on good news“), erfordert es ungeheure Disziplin und innere Stärke, bei eintretender Sorglosigkeit vom Markt zu gehen und bei regelrechter Panik wieder einzusteigen.

    Von daher: „Schwarmintelligenz“ mag bei Günther Jauch helfen – da geht es um Lexikonwissen -, auf keinen Fall aber an der Börse.

  2. Ein interessantes Thema, das nach der bevorstehenden Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung noch viele unvoreingenommene Wissenschaftler beschäftigen wird:

    Wahre Poesie erzählt immer eine wahre Geschichte über die Zukunft.

    Dazu eine bekannte musikalische Vorhersage zur so genannten öffentlichen Meinung im aktuellen Jahr nach Monaten sortiert,…

    http://www.youtube.com/watch?v=scDNei30PNU

    …bezüglich einer Erkenntnis, die immer mehr in das allgemeine Bewusstsein dringt:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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