Sommerschlußverkauf – Alles muss raus – bis zu 60 % Rabatt auf Alles!

das ist ein gern gehörter Spruch im täglichen Konsumentenleben. Doch während man wochenlang Prospekte zum neuen Kühlschrank, Auto oder auch nur für das Schnitzel um die Ecke wälzt und teilweise für 2 cent günstigeres Benzin Fahrtwege von 10 km in Kauf nimmt – werden die mittlerweile regelmässig wiederkehrenden Rabatte an den Kapitalmärkten gerne ausgeschlagen.

Ein lesenswertes Interview….mit Max Otte:

War der Absturz übertrieben?

Nur im Fall einer echten Weltwirtschaftskrise und globalen Depression wäre das aktuelle Kursniveau vielleicht gerechtfertigt. Fundamental betrachtet sind derzeit viele Aktien günstig.

 

UND ZUM WIEDERHOLTEN MALE im Falle des Game-over:

„Gehen wir davon aus, es wird extrem – wie können wir unser Vermögen noch schützen?

Schauen Sie sich an, wie mancher sein Vermögen über den Weltkrieg gerettet hat: Mit Wald, Acker und Aktien. Staatsanleihen und Lebensversicherungen können Sie dagegen vergessen.“

Kleine Ergänzung: Zigaretten, Schnaps und die berühmten Entspannungsheftchen waren bevorzugtes Tauschmittel. Die Aussage mit den Lebensversicherungen muss man übrigens differenzieren:

Eine „Mantelpolice“ welche als Sondervermögen in – und das ist jetzt wichtig- Aktieninvestmentfonds investiert, ist ebenso relativ sicher, wie ein Direktinvestment in Aktienfonds oder Aktien.

 

 

4 Gedanken zu „Sommerschlußverkauf – Alles muss raus – bis zu 60 % Rabatt auf Alles!“

  1. Aber eine harmonisierte EU-Finanz-und-Wirtschaftspolitik ist nicht in Sicht.
    Und sie kommt auch nicht. Italien hat gerade die einträgliche Reichensteuer wieder aus dem Sparpaket gestrichen usw. usf.
    Es kommt nicht zudringend gebotenen Erhöhungen der konkret italienischen Staatseinnahmen.
    Vize-Premier Bossi hat das lt. Handelsblatt unterlegt mit der Äußderung (Zitat): “ Hauptsache, die EZB kauft unsere Anleihen.“ !

    Die Befürchtung ist sehr begründet, dass zum Schluss D ganz alleine die (immer höher werdende ) Rechnung bezahlen muss,
    durch radikales Sparen auf allen Ebenen, u.a. an Rentenbeziehern.

    Wofür eigentlich, fragt sich ein kluger Deutscher?
    Deutschland braucht den Euro nicht, Europa braucht ihn auch nicht.
    Europa hat 50 Jahre ohne Euro hervorragend funktioniert.

    Die Fortsetzung der sog. „Euro-Rettung“ macht aus D einen hochverschuldeten Staat.

    Und jetzt kommt der Knackpunkt:
    Die Wiedereinführung der D-Mark würde eben nicht zu dem eben immer wieder von Politikern beschriebenen Chaos führen – überhaupt nicht.

    Und die als letztes beschrieene ach so gräßliche Aufwertung der Mark wäre ebenfalls kein großes Problem — damit ist D über 50 Jahre lang durch Effizienzsteigerung bestens fertig geworden.

    Und die Südländer könnten endlich wieder abwerten und Druch aus dem Kessel lassen.

    Warum kommt das nicht?
    Weil die politische Bühne von 80- bis 90-jährigen Herren dominiert wird, die ihre politischen Wunschträume mit ökonomischen Gegebenheiten verwechseln.

    Von daher: Wir werden zahlen, bis zum Umfallen, wir werden von den anderen Ländern dann keinerlei Hilfe erfahren, und dann kommt nach Hartz 4 Hartz 5, Harzt 6 usw.

    Ökonomisch müsste der Unsinn beendet werden.

    1. Richtig- Politik war leider nie ökonomisch logisch. Allerdings können wir die Fehler, welche vor 20 Jahren gemacht wurden- heute auch nur abfedern. Ich sehe keinen anderen Weg das sich Europa zusammenraufen muss…Der Tanker muss wieder flott gemacht werden, ein Ausstieg der Hauptkraftwerks würde nichts bringen…ca. 70 % unserer Exporte gehen in die EU…

  2. Zum Verständnis einige Fragen:
    a) Wie hoch ist das Eigenkapital der EZB?
    b) Kann die EZB unbegrenzt Giralgeld erstellen oder Staatsanleihen ankaufen oder nur in einem Hebel zu ihrem Eigenkapital?
    c) Wäre es aus Ihrer Sicht hilfreich, das Eigenkapital der EZB zu erhöhen, da sie weit schneller als z.Z. 17 Parlamente auf Marktverzerrungen reagieren kann? Mit der Folge, dass eine Weichwährung geschaffen wird, was im internen Zahlungsverkehr ohne Belang wäre, s. USA?

    1. Zu a. z.Z. ca 10,63 Milliarden
      zu b: theoretisch ja…ist ein reines Bilanzsystem…( oder auch fiat-money) – also unbegrenzt giralgeld einbuchen..mit den Anleihen ist es etwas komplizierter….diese werden je nach „Werthaltigkeit“ auch bilanziert…und schmälern oder steigern theoretisch den Gewinn der EZB.
      C. über die Target 2 Gelder ist dies bereits erfolgt…grundsätzlich ist eine Erhöhung des Eigenkapitals- falls zur Pflege von Staatsanleihen vorgesehen – ähnlich wie bei den Wechselkursen -aus meiner Sicht nicht die schlechteste Idee.
      Wichtig bleibt eigentlich nur ..sinnlose Liquiditätsfallen zu vermeiden damit die Streckung über die Zeitachse gelingt (Schuldenkrise)
      Allerdings sehe ich hier die EU- Politik noch mehr in der Pflicht, als die EZB. Es müssen planbare Regulierungs- und Haushaltsvorschriften her.

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