Systemische Unwuchten – oder der drohende Drogenentzug – welche Droge?

(Rimpar bei Würzburg-UP) – Da ist sie wieder –  die Angst, vielfältig – Angst vor der FED, Angst um den arabischen Frühling, Angst um den Konjunkturaufschwung?! Seit 2008 leben wir mit dieser Angst – ungreifbar, da virtuell erzeugt, immer weitere Unwuchten im globalen Verteilungszirkus- mit  üblen Folgen, wenn man auf die hungernden oder durch Bürgerkriege sterbenden Menschen sieht.

Und wozu das Ganze? Damit wir zur Terrorbekämpfung ausgespät werden, um uns zu beschützen? Oder doch eher um den grauen Herren bessere Kundenprofile zu liefern, um uns subtil weiter mental versklaven zu können? Was den Deutschen alles Angst macht:

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_64982420/das-macht-den-deutschen-angst.html

Ängste vergessen?  Es gibt diesen Spruch:

Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.

Franz von Assisi

und genau diese Fähigkeit, geht uns langsam auf allen „Lebensebenen“ verloren.

Wir sind bestimmt durch einen „kompletten und komplexen  Informations-overflow“ bestehend aus 99% Nichtigkeiten, weil keiner mehr die Zeit und Ruhe findet, diese essentielle Fähigkeit zu durchdenken und das mögliche zu ändern. Getriebene von Prozeßoptimiereren, Kapitalmärkten,  e-mail, Befugniseinschränkern–aber letzlich keine Strategie und fundierte Entscheidungskompetenz.

Wäre es so furchtbar – mal keine Nachrichten zu hören, keine e-mails zu erhalten? Wir sollten spasseshalber einfach mal beschliessen unsere Computer für 4 Wochen auszuschalten. Also was ist unsere heutige Droge? Information, billiges Geld der Zentralbanken oder doch eher die Angst „irgendetwas“ auf dieser globalisiert vernetzten Welt verpassen zu können?

Ich persönlich müsste so eine Massnahme mit dem zweiten Teil des Zitates „ertragen“, da als bekennender Informationsjunkee die Entzugserscheinung sicher schmerzhaft wären – doch auch bedingt durch meinen Beruf, muss ich „täglich“ Wesentliches von Unwesentlichem filtern und besonders der Kapitalmarkt stellt sich nun seit Jahren als ziemlich störischer Esel heraus.

Prognosen bleiben die schwierigste Interpolation, vor Allem wenn Sie die Zukunft betreffen.

Aktuell sind wir nun zum dritten Mal in diesem Jahr in der „Ausbruchsrange“ unseres Stubentigers festgeklept. Die politische Situation in Ägypten lässt die Käufer zurückhaltend werden und die Angst die Notenbanken- speziell die Frage- könnten die,  ihr Drogenprogramm herunterfahren, wird gerne medial kolportiert.

Diese Überlegung ist natürlich völliger Humbug, denn verbesserte wirtschaftliche Kerndaten sind der erste Schritt, um die Finanzkrise endlich in Richtung „normale wirtschaftliche Realität“ zu verlassen. D.h. die normale Reaktion sollte ein Feiern der Kapitalmärkte sein – denn es bedeutet auch für Unternehmen die Rückkehr zu einer normalen Planbarkeit.

Und diese Planbarkeit ist wichtig für Investitionsfinanzierungen, denn diese sind seit 2010 bei vielen Unternehmen zurückgeschraubt worden– stattdessen wurde Cash aufgebaut und eine „Prozessoptimierungswelle“ nach der Anderen gefahren. Dementsprechend sind die Gewinne auch noch gut 40 % im gemittelten Durchschnitt unter den Ergebnissen von 2007.

Es mag – z.Z. wieder eine kleine Konsolidierungswelle an den Märkten anstehen, doch – alle Rahmendaten- sind und bleiben für Investitionenen in Aktien – grün.

 

 

 

 

 

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