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Das Salz in der Portfoliosuppe…Turn-around – Spekulationen

Rimpar bei Würzburg (Cogito-paul.de) – Ich empfehle die Zapf Creation-Aktie zumindest auf die Watchlist zu nehmen, und je nach persönlicher Risikostruktur als Investment in Erwägung zu ziehen.

Eine Investorengruppe um den Großaktionär Isaac Larian hat  einen 20,1 Mio. Euro schweren Bankkredit bei Zapf Creation abgelöst, wodurch sich die Summe der Bank-Darlehen auf noch 9 Mio. Euro reduzierte.

Das Ergebnis pro Aktie wird im dritten Quartal mit 0,20 € angegeben. Damit verfüge das Unternehmen nun über ausreichend finanzielle Flexibilität, um die Weiterentwicklung zu einem internationalen Anbieter von Mädchenspielwaren voranzutreiben. Schon heute sei man Europas führender Markenhersteller von Spiel- und Funktionspuppen.

Trotz der positiven Umsatz- und Ergebnis-Entwicklung hat Zapf Creation in der ersten Jahreshälfte 2010 noch immer einen Verlust von über 5 Mio. Euro verbuchen müssen, doch die Rückkehr in die bilanzielle Gewinnzone im 3. Quartal 2010, sowie  6,6 Mio. Cash in der Kasse verbunden  mit der Aussicht auf ein traditonell starkes 4 Quartal, lässt das Ansinnen die verbliebenen 9 Mio langfristigen Kredite bis zum 31.01.2011 zurückzuzahlen, als problemlos machbar erscheinen. Das Salz in der Portfoliosuppe…Turn-around – Spekulationen weiterlesen

Avatar…und die Entertainmentbranche

Murdoch investiert gerne in die Projekte von Cameron. 230 Mio. Dollar gewährte der Medien-Tycoon zuletzt dem Erfolgsregisseur. Cameron schuf mit „Avatar“ einen Film, der weltweit die Filmwirtschaft verändert hat. Der Streifen stellte mit einem Einspielergebnis von 2,78 Mrd. Dollar nicht nur einen Einnahme-Weltrekord auf. Der Film verhalf auch dem 3-D-Kino zum Durchbruch.

Nach Branchenschätzungen wird Murdoch für die beiden Fortsetzungen mehr als eine halbe Milliarde Dollar bereitstellen. Das sind selbst für Hollywood riesige Dimensionen. Während beispielsweise dem kriselnden Traditionsstudio MGM selbst das Geld für eine Fortsetzung von „James Bond“ fehlt, kann Murdoch finanziell aus dem Vollen schöpfen – nicht zuletzt, weil ihm Cameron mitten in der Finanzkrise die Kassen füllte. Avatar…und die Entertainmentbranche weiterlesen

Wer ist schuld? ein kleiner philosophischer Ausflug…

Einerseits ist die Frage ganz schnell beantwortet: wir alle! Weil uns so viele Menschen Gutes getan und uns über Generationen hinweg den Weg bereitet haben, sind wir alle Schuldner. Oder auch, weil wir uns so viel genommen, beansprucht haben – berechtigt oder unberechtigt. Schuldbewusstsein in diesem Sinne wird nicht mehr so gepflegt. Als Christ sollte man den Gedanken, dass wir alle Schuldner sind, geübt haben. So heißt es im Hauptgebet: „(…) Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. (…)“

Und der größte Rationalist des Abendlandes schrieb:

Immanuel Kant:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. „Sapere ande!“ „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ ist also der Wahlspruch der Aufklärung. Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter majorennes), dennoch gern zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. (…..) Selbstdenken heißt: den obersten Probierstein der Wahrheit in sich selbst (d. i. in seiner eigenen Vernunft) suchen; und die Maxime, jederzeit selbst zu denken, ist die Aufklärung.

Andererseits ist die Schuldfrage überall da, wo wir einen Schuldigen suchen, nicht so leicht zu beantworten. Selten übernimmt jemand die Verantwortung freiwillig, muss hingegen meist sprichwörtlich zur Verantwortung gezogen werden. Und weil wir alle Recht haben wollen, streitet eine steigende Zahl von Juristen dafür, dass uns Recht zugesprochen wird.

„Schuldig“ heißt es dann. Aber ist damit die menschliche Schuldfrage wirklich beantwortet? Gibt es überhaupt Fälle, bei denen nur einer schuldig ist?

Sicher: Was ich versprochen habe, muss ich auch verantworten. Aber wie oft werden Versprechen unterstellt, die ein Mensch gar nicht geben kann, weil die Ereignisse nicht alle in seiner Verfügungsmacht liegen und Kräfte hineinwirken, derer er sich normalerweise nicht bewusst werden kann, denn was regelmässig vergessen wird, das Leben fließt.

Es soll hier nicht ein geordnetes Rechtsleben in Frage gestellt werden, eher seine zunehmende Instrumentalisierung und zunehmende Pragmatisierung bis hin zur bürokratischen Willkür.

Vielmehr geht es um die Beziehung zwischen den Menschen. Denn diese wird durch die Schuldfrage tangiert, wenn nicht sogar wesentlich geprägt. Wir sind heute weniger bereit, jemanden zu entschuldigen.

Es ist ein großer Irrtum – den die Wortwendung „ich entschuldige mich“ nahelegt –, dass ich meine Schuld selbst abstreifen könnte. Vielmehr müssen mich die anderen entschuldigen, wie ich sie. Dies ist das Geschenk untereinander, das die Rache auflösen und Frieden stiften kann.

In einer Welt, in der immer die anderen schuld sind, wenn etwas Unglückliches passiert ist, wird das Glück seltener werden. Dafür gibt es bei uns in Deutschland genug Anschauungsbeispiele. Wird gesiegt, fühlen wir uns alle beteiligt;

geht’s schief, wussten wir es von Anfang an – und auch, wer schuld ist. Und wenn jemand etwas sagt, was wir für falsch halten oder nicht diskutieren wollen, mobben wir ihn oder schließen ihn sicherheitshalber öffentlich aus, dem Rechtsweg zuvorkommend.

In einer Gesellschaft, in der Selbstgerechtigkeit, oft als „Gutmenschentum getarnt,  und populistische (Vor-)Verurteilungen zunehmen und gleichzeitig Toleranz,  Duldsamkeit und Selbstkritik abnehmen, wird es ungemütlicher zum Leben.

Das kann materieller  Wohlstand nicht ausgleichen.

Wie versöhnlich klingt da Erich Kästner: „(…) Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!“.

Auch wenn das stimmt, ist es kein Freibrief für Schlendrian und Nachlässigkeit, sondern eine Aufforderung zur gegenseitigen Achtsamkeit und Respekt.

Ein gutes Leben ist ein friedliches Leben,
und das wünscht Ihnen

Uwe Paul

Der Aufschwung ist unleugbar geworden !

Der Auftragsüberhang im dritten Quartal liege jetzt schon bei zwei Prozent, gab der Ökonom zu bedenken. „Das heißt: Wir haben eine sehr solide Basis, und selbst wenn sich nun eine Abkühlung breitmachen sollte, wird sich das in den Produktionszahlen noch nicht so bemerkbar machen.“ Sein Institut erwarte für das gesamte Jahr ein Wachstum von 2,6 Prozent. „Das ist ein Prozent mehr, als wir in der Zeit vor der Krise im Durchschnitt hatten“, erklärte Scheuerle und prophezeit schon mal: „2010 ist ein richtig starkes Konjunkturjahr.“

Das liest man doch gerne:-)

Unterstützend zu diesen Aussagen kommt das negative Sentiment welches sich an den Kapitalmärkten die letzten Monate breit machte.

Es gibt Fonds die sind mittlerweile bei einer Liquis von 40 % bzw. manche sogar zu 60 % short aufgestellt.

Dazu die Umsätze …noch immer keine Hausfrauen in Sicht ..diese streiten sich um Zehntelpunkte auf den Tagesgeldkonten. Der Aufschwung ist unleugbar geworden ! weiterlesen

Sentiment…die Macht der irrationalen Ängste !

Solch ein Kontrolldefizit mag nicht nur für den ein oder anderen Profi schwer zu ertragen sein. Gerade, wenn neue Informationen rar sind. Aber trotzdem hat selbst uns eine solch deutliche Reaktion der Teilnehmer unseres Panels beeindruckt. Denn der massive Pessimismus bedeutet zumindest, dass man sich diszipliniert (und auch unter Inkaufnahme von Verlusten!) auf den Worst Case vorbereitet hat. Und der DAX hat im Gegensatz zum breiter aufgestellten Eurostoxx50 im April trotzdem wesentlich weniger an Wert verloren. Was bemerkenswert, aber vermutlich dem Umstand zuzuschreiben ist, dass langfristiges Kapital nicht nur in deutschen Anleihen, sondern auch bei Standardwerten einen sicheren Hafen gesucht haben mag. Eine bevorstehende Panik, ein kollektiver Kontrollverlust, kann aus der heutigen Erhebung also nicht abgeleitet werden. Mehr noch: Die Bären von heute werden auf niedrigerem Niveau ihre Gewinne einstreichen oder bei steigenden Kursen das Nachsehen haben. In beiden Fällen wäre für stützende Nachfrage gesorgt.

schrieb Cognitrend am 5.05.

so…Hallo…erstmal….und sorry das die letzten Tage Funkstille herrschte.

Heute am 19.05. 2010 gibt es folgende neue Erkenntnisse:

Europa wird nicht untergehen…und der Euro erst recht nicht. Mein Modell ist sich mittlerweile schlüssig:

Für die Gemeinschaftswährung ist der Boden erreicht und die Zukunft wird wohl in dem beschriebenen Band zwischen 1,22 – 1,37 zum Dollar ablaufen. Kurzfristig ist ein Abtauchen bis auf 1,17 möglich doch im Mittelfristigen nicht von Bedeutung.

Die Auswirkungen für die Aktienmärkte werden aktuell von der Diskussion über die Schuldenkrise überschattet.

Ähnlich wie nach den Kriegszeiten wird – allein durch die Angst vor Inflation- die Sachwertseite „inflationiert“ werden. Dies finde ich ,ist an der relativen Stärke der Aktienmärkte“ gut ersichtlich und die Luft für „Unterinvestierte“ wird zunehmend..vor Allem mit der medialen Beruhigung …dünner.

Was für mich erstaunlich ist…ist die Negierung der mittlerweile „boomenden“ realwirtschaftlichen Komponenten. Sowohl die Steuerschätzung kann getrost in das Altpapier gegeben werden…zusammen mit den Gutachten der Dinosaurier.

Wenn das Jahr 2010 so weiterverläuft – wie aktuell erkennbar..so wird beim Bip im Jahre 2011 im Februar das deutsche Bip eine 3, … vorm Komma für 2010 haben…aktuell ist sogar ein 4 vorm Komma möglich.

Ich hatte in meinen vorherigen Artikeln bereits auf  die „positiven Kummulationseffekte“ hingewiesen…

und diese sind mittlerweile als empirisch gesichert zu betrachten.

Erstaunlicherweise ist die Angst vor dem “ nicht-linearen Domino-Effekt“ soweit gediehen, dass dieses Schreckgespenst nun auch die EU dazu nötigt sich am „Quantitative-Easing“ zu beteiligen. Welche Auswirkungen dies praktisch hat..ist am „amerikanischen Vorbild“ zu beobachten.

Die Amis machen mit der Nummer Gewinn!

Nichts anderes erwarte ich für das europäische Modell.  Zumal auch die Einsicht gereift ist..die zwingend notwendigen Regulierungen den Kapitalmärkten zu verpassen.

Gekoppelt an die regulatorischen Auflagen die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen , gepaart mit einer positiven konjunkturellen Zukunft…wird auch die Entschuldung der Staatshaushalte keine Utopie bleiben.

Fazit: Die Welt steht vor einem Jahrzehnt der Neubewertung und Rückbesinnung . Change happens!

freundlichst

Up

Chance + Kaufmöglichkeit + Timing = Überrendite

Grüß Gott,

eine Empfehlung exclusiv auf cogito-paul.de..

Das alte Leiden…schaut man sich die Finanzbranche an, findet man hier noch immer die meisten Werte,

welche im Verhältnis ihres volkswirtschaftlichen Gewichtung zur aktuellen Marktkapitalisierung getrost als „undervalued“ bezeichnet werden dürfen.

Besonders hervorstechend sind zur Zeit auch in diesem Bereich deutsche Unternehmen…welche-  fast alle branchenübergreifend-  excellent durch die Krise gekommen sind.

Einziges von Weltrang verbliebenes Bankinstitut ist unsere Dt. Bank.

Das Management hat die letzten Jahre — wenn man vom „moral hazard“ einmal absieht,

betriebswirtschaftlich einen beeindruckenden Job gemacht und ich erwarte – entsprechend den sonstigen Branchenüberraschungen-  excellente Zahlen.

Die Vorlage der QI-Zahlen soll am Di. erfolgen…Ich vermute das Sie morgen abend adhoc veröffentlicht werden….ähnlich wie VW letzte Woche…

Interessanter Weise befindet sich der Chart an seinem Re-Test Niveau des langfristigen Ausbruchssignals….d.h. hier winkt eine „schnelle Überrendite“, denn um mit dem Dax gleichzuziehen, sollte die DB einen Kurs von um die 70 € anstreben…

technisches Kaufsignal – DB am 24.04.10 – bitte klicken

Als gewichtetes Dickschiff wird dies auch unseren Stubentiger  deutlich beflügeln und  diesen aus seiner Schiebezone Richtung 6700 befreien!

Also wer noch Platz für „Bank-Werte“ in seiner Allokation hat..der kann sich die DB getrost als Ankerinvestment reinlegen ( bis zu 10 % ) …wir sind in diesem Bereich — na ja Sie wissen schon…seit Okt. 08 investiert…

deshalb bitte ich die Risikohinweise im Impressum entsprechend zu würdigen…

sonnige Grüße

Up

Während permanent bullische Beobachter die Gründe für die schwachen Märkte

in der Immobilien- und Subprime-Krise in den USA,

eine drohende Rezession in den Vereinigten Staaten und einen möglichen globalen Wirtschaftsabschwung, immer noch für „angeblich“ halten, und nach dem Strohhalm der Yen-Carry-Trades als unerschöpflich sprudelnde Liquiditätsquelle greifen, lebt das hässliche „D -Wort“  ( Deflation in folge einer nie für möglich gehaltenen keynsianischen Liquiditätsfalle ..auch wenn sie praktisch entgegengesetzt zur Theorie festzustellen war)  wieder auf.

Dies ist ein Aufsatz den ich im Sept/Okt. 2008 zusammengetragen  habe, welcher in seiner Aktualität nichts verloren hat, da die fundamentalen Mechanismen, mit denen die weltweite Wirtschaft zu kämpfen hat, unverändert gültig sind,

doch die Beschreibung  u. U. der theoretischen Interpretationen sich ändern muss !

Mein Modell hatte am 24. Okt ein massives kurzfristiges Kaufsignal generiert…es war schwer 80 % zu investieren….fällt mir beim Nachlesen so auf…

Ich markiere die heutigen Kommentare und Ergänzugen in Blau.

Nouriel Roubini fragt: Warum hat die Fed alle Zurückhaltung aufgegeben und die Leitzinsen innerhalb von acht Tagen um 1,25 Prozent gesenkt? Während permanent bullische Beobachter die Gründe für die schwachen Märkte weiterlesen

Burn out – Der Druck in Banken bei deren Finanzberatern ?

Die Klagen sind ebenso eindringlich wie zahlreich – und sie klingen immer gleich. „Der Druck ist kaum noch auszuhalten“, sagt der Kundenberater einer Bank. „Die Zielvorgaben sind praktisch nicht zu erreichen“, stöhnt ein anderer. „Verkaufsdruck führt zu Fehlberatungen, und die führen zum Vertrauensverlust“, beschwert sich ein Dritter. Und viele andere berichten, dass übertriebene Verkaufsziele und ständige Kontrollen durch die Vorgesetzten zu erhöhtem Krankenstand und psychischen Beschwerden führen.

meldet die Wirtschaftswoche.

Die Gewerkschaft Verdi will nun den Schutz innerhalb der Banken für deren Angestellte erhöhen.

Allerdings wird auch ein erhöhter Schutz incl. Regulierungs- und Kontrollbedarf an dem grundsätzlichen „Konstrukt“ des internen Verkaufsdrucks nichts ändern.

Analysieren wir doch mal die Grundfunktion des Banksystems: Burn out – Der Druck in Banken bei deren Finanzberatern ? weiterlesen