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Die Frage nach dem Glück ?

„Geld kauft Lebenszufriedenheit, aber kein Glück“

Die Autoren folgerten aus den Ergebnissen der Studie, „dass Geld Lebenszufriedenheit kauft, aber kein Glück“. Ihre Untersuchung zeige allerdings nicht, dass wohlhabende Menschen nicht glücklich darüber wären, wenn ihre Einkommen von 100.000 auf 150.000 Dollar ansteige. Sie belege nur, dass über einer bestimmten Grenze das emotionale Wohlbefinden durch andere Faktoren ihrer Lebensumstände beeinflusst werde. Die Studie bestätige zudem einen Zusammenhang zwischen geringem Einkommen und den Empfindungen bei einem Unglück. „Ein geringes Einkommen verschärft den emotionalen Schmerz, der Unglücke wie Scheidung, Krankheit oder Einsamkeit begleitet“, schrieben Deaton und Kahnemann.

Originalmeldung

ist die notwendige Balance aus wirtschaftlicher Sicherheit und Zeit seine individualisierten Vorlieben zu pflegen.

In unserer  Branche wird man irgendwann  gefragt, wieviel Geld brauche ich eigentlich „um finanziell unabhängig zu sein? „.

Nun, obige Studie bestätigt vllt. zur Überraschung vieler Leser tatsächlich auch meine Erfahrung nach mittlerweile 22 Jahren in der Finanzdienstleistung.

60.000,- € (brutto p.P.))  Jahreseinkommen……ist so etwas wie der „psychologische Grenznutzen“ im Work-Life- Balance System der individuellen Wahrnehmung.

In der Regel gehen höhere Einkommen auch mit höherem Zeitaufwand und entsprechender Verantwortung einher. Dieses mag nicht jede/r leisten. Weniger Einkommen ist dagegen dementsprechend oft mit einem Gefühl der „Einschränkung“ verbunden.

Interessant ist der banale Rückschluss für den allgemeinen Beratungsalltag auf obige Frage.

Wieviel Deckungsstock benötigt also der durchschnittliche Klient,

um gefühlt wirtschaftlich unabhängig zu sein ?

fragend

Up

P.S. so einfach wie die Frage scheint, ist Sie dann meistens ganz individuell betrachtet dann doch nicht:-)

Blick in die Zukunft ?

06. September »

MÄRKTE

Nach den leichten Zugewinnen in der abgelaufenen Handelswoche erwarten Experten auch in der neuen Woche zunächst wieder leicht anziehende Notierungen im Deutschen Aktienindex (Dax). Auslöser könnten die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag sein, die allgemein positiv aufgenommen wurden.

Mit einem nachhaltigen Aufsschwung beim Dax rechnen aber die wenigsten Beobachter. Denn die Verunsicherung in Bezug auf die Entwicklung des Ölpreises sowie die wirtschaftlichen Belastungen einer drohenden erneuten Verteuerung bremsten den Optimismus der Anleger, hieß es.

Überdies gilt der September traditionell als schwacher Börsenmonat. Schon aus diesem Grund nehmen viele Investoren im Moment eine abwartende Haltung ein. Die Experten der Commerzbank empfehlen derzeit, fundamentale Aspekte in den Vordergrund zu stellen. So seien europäische Aktien im Vergleich zu US-Werten günstig bewertet.

Die Parallelen….zu 200?  sind faszinierend….sogar der Kalender stimmt..:-) Blick in die Zukunft ? weiterlesen

Schnellboote und Tanker !

Euroraum: Wirtschaft wächst im zweiten Quartal Luxemburg (BoerseGo.de) – Nicht nur in Deutschland, auch im gesamten Euroraum ist im zweiten Quartal dieses Jahres ein spürbarer Wirtschaftsaufschwung zu verzeichnen. Von April bis Juni ist die Wirtschaft um 1,0 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal angewachsen, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg bekannt gab. Bestätigt wurden damit vorläufige Zahlen. Im Vorquartal von Januar bis einschließlich März hatte das Wachstum bei lediglich 0,3 Prozent gelegen.

Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft sprang im Berichtszeitraum des zweiten Jahresviertels um 2,2 Prozent an. Damit hat sich die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union mit an die Spitze des Aufschwungs gesetzt und die Rolle des Zugpferds in Europa übernommen.
Auf Jahressicht wuchs die Wirtschaft in der Eurozone noch stärker und zwar um 1,9 Prozent. Hier wurden vorläufige Zahlen nach oben revidiert. Zunächst war ein Wachstum um 1,7 Prozent ausgewiesen worden. Schnellboote und Tanker ! weiterlesen

Klassenkampf ? Beteiligungen am Produktivkapital ..die Aktie !

Aktien werden einer Studie zufolge zunehmend zur Geldanlage für höher Gebildete und Gutverdiener. Während die Zahl der Aktienanleger insgesamt in den vergangenen fünf Jahren um 17,9 Prozent geschrumpft sei, sei die Zahl der Aktionäre mit Abitur dagegen um 6,3 Prozent gestiegen, teilte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) mit. Bei den Anlegern mit Fachabitur habe es zwischen 2005 und 2010 einen Zuwachs um 2,3 Prozent gegeben.

stellt die Welt heute fest. – und weiter :

Unter den verschiedenen Berufsgruppe sei in den vergangenen Jahren lediglich unter den leitenden Angestellten und höheren Beamten die Zahl der Aktionäre gestiegen – und zwar um knapp ein Fünftel (19,9 Prozent), teilte das DAI mit. Massive Rückgänge hingegen habe es in der Gruppe der Arbeiter gegeben (minus 60,9 Prozent), unter Studenten, Schülern und Auszubildenden (minus 36,6 Prozent), Selbständigen, Freiberuflern und Landwirten (minus 35,4 Prozent) und Hausfrauen (minus 31,8 Prozent).

Ich persönlich finde dies hoch bedauerlich. Es ist emotional allerdings  verständlich.

Wenn man die letzten Jahre seit 1996 Revue passieren lässt, so ist die Diskrepanz in dem Tun der Vorstände und der Politik mit dem bekannten Ergebnis nachzuvollziehen.

Doch jeder Anleger der nun aus den Aktienmärkten flüchtet, weil er im letzten Jahrzehnt auf die Versprechungen der Politiker, Unternehmenslenker und den Bankern vertraute, sollte sich aktuell bitte folgende Punkte durch den Kopf gehen lassen:

1. Aus den Untersuchungen rund um das „Financial Behaviour“ wissen wir, historische Tiefpunkte in Aktienmärkten korrespondieren mit dem Abwenden der aktuell lebenden Generation, welche die Erfahrungen einer Baisse machen mussten. ( Siehe Keyenes 1938, bzw. die Empfehlungen aus den Achtziger Jahren….Gold ? )

2. Diesen Punkt habe ich schon öfters in der langfristigen Analyse publiziert:

Das grundlegende FED-Modell in seiner einfachsten Form setzt die Aktienmärkte ins Verhältnis zu den Anleihemärkten.

Das durchschnittliche „Renditeerwartungsmodell“  der Aktienmärkte betrug 2000 nur noch 3 ,3 % p.a. , während die Anleihemärkte 6,5 % p.a. erwarten liessen…oder in Form der nominalen Bewertung ausgedrückt:

Aktienmärkte hatten 2000 ein durchschnittliches KGV von 30 , die Anleihemärkte von um die 16.

Heute hat sich dieser Wert wie folgt verändert:

Aktienmärkte haben ein durchschnittliches KGV auf den Hochrechnungen von 2010 von um die 13 !

Anleihemärkte..bei zehnjährigen Bonds……….na sie ahnen es……………………………………………….30 !

oder in Renditerwartung ausgedrückt :                             Aktienmärkte 7,7 % p.a.

geg.  den bek.                                                                                                             3,3 %  p.a. am Anleihemarkt!

Nun aus meiner Sicht sind nur diese zwei Punkte  „das gesellschaftliche Sentiment“ und auf der anderen Seite eine sehr einfache Form des  fundamentalen Markttimings zwei MONSTERARGUMENTE,

welche für ein Engagement in Produktivkapital = Unternehmensbeteiligung = Sachwert = Aktie sprechen.

Mit dem richtigen Partner und der entsprechenden Philosophie und Theorie kann man sogar die Punkte Angst und möglichen Kurseinbruch im richtigen Konzept einbinden und minimieren.

Ich kann mich seit Anfang 2009 nur wiederholen:

Kauft Aktien!……die Hausse geht in die nächste Phase und trotz dem unleugbaren Volatilitätsrisiko ( nie vergessen….nur realisierte Verluste sind Verluste ! ) steht die Welt vor neuen Zeiten und Herausforderungen…

und mich würde es keinen Deut wundern, wenn in zehn Jahren die Schlagzeilen lauten:

2010- 2020:         DAS JAHRZEHNT DER AKTIE !

incl. Höhen und Tiefen….:-)

freundlichst und schönes Wochenende

Up

Widerspruch in sich ? Rezession voraus..die USA und das statistische Rauschen !

Grüß Gott aus Würzburg,

auch hier beginnt der Supersommer – zumindest wettertechnisch –  eine Verschnaufpause einzulegen.

Doch was den Winzer und Bauern freut, ist für den daheim gebliebenen Ökonomen eine gute Gelegenheit mit kühlem Kopf über die aufziehenden schwarzen Wolken über der noch immer größten Volkswirtschaft der Welt zu sinnieren.

Zuallerst eine kurze grafische Einstimmung…dunkle Wolken über USA:

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