Unser Stubentiger Dax – Ist jetzt eine Jahresendrallye zu erwarten?

Zinssenkung der EZB am Donnerstag?

Einigung und Errichtung der finanziellen Firewall im Kontext mit den USA und Asien bis 9.Dezember 2011?

 

Eine Liste der politischen Gerüchte:
– Die Bundesregierung lehnt Euro-Bonds weiterhin ab, dafür sind Elitebonds im Gespräch.
– Es wird geprüft, ob ein Zwangsausschluß aus der EU Vertragsmässig möglich ist.
– Der IWF wird Italien herauskaufen.
– Was war eigentlich mit Griechenland?
Diese Woche – allein heute 8 Milliarden – wollen sich vier Euro-Staaten durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen 19 Milliarden Euro von verschiedensten Investoren leihen.

Könnte also diese Entwicklung – vor Allem deren absehbare Auflösung- zu einer Jahresendrallye an den Aktienmärkten führen?
Das die jüngsten Quartalszahlen der Unternehmen weitestgehend gut und solide waren bemerkt kaum jemand.
Ebenso wenig das die volkswirtschaftlichen Forecast -Indikatoren bei Weitem nicht so abgestürtzt sind, wie einem die Börsen immer wieder – aufgrund der lästigen Computerübernahme des Handels -weißmachen wollen.

Im Gegenteil gerade die Forecasts aus USA , Japan und Deutschland deuten auf ein bereits erfolgtes Softlanding hin. Ähnlich wie im Frühjahr 2009 entwickeln sich die empirisch wichtigsten „Messgrößen“ in die richtige Richtung.

Das die mediale Hysterie sich weiter täglich auf Ratingabstufungen oder sinnfreie Äusserungen von Politikern stürzen wird, ist in politischen Börsen unvermeidbar.

Unser Stubentiger hat allein gestern  in nur einer Handelssitzung die computertechnisch bedingte Extension auf 5500 Punkte  komplett ausgeglichen. Diese Entwicklung zeigt das die Bullen an der Seitenlinie langsam die Geduld verlieren und aufgrund der nachwievor erheblich Short-Selling Positionen  das Potenzial für eine weitere Fortsetzung gegeben ist. Eine Fortsetzung bedeutet jedoch einen schnellen Durchbruch  und die Verteidigung des Bifurkationslevels um die Zone bei 5680-5870 Punkten auf Monats- und Wochenbasis.

Einige Charttechniker und leider auch die Computeralgos sehen eine gebrochene  SKS-Formation aus dem Oktober mit einer Nackenlinie um die 5700 Punkte.

Damit ist auch für die EZB und die Politik klar:

Wenn ein Absturz – erstmals auf 5200 Punkte – und danach  auf bis zu 3500 Punkte verhindert werden soll, ähnlich wie in 2008 –  als es im Zuge der Nichterkenntnis der -Zwangsweisen Bilanzkürzung auf der Aktivseite kam- muss diese Zone verteidigt werden.

Das Elend was unkontrollierte Hedgefonds und Derivatehändler im August angerichtet haben, kann sich bei weiterm kleingeistigen HerumLavieren – zwar mit keiner hohen Wahrscheinlichkeit- aber leider im Wahrscheinlichkeitsfensters eines schwarzen Schwans ( eine nichtlineare Verkettung  -sprich Kumulation- von Zwangsliquidationen und Panik)- noch ereignen.

Da diese Möglichkeit 2008 bereits real ausgetestet wurde, ist dies aus meiner Sicht die dämlichste Lösung, da die realwirtschaftlichen Konsequenzen mit entsprechenden politischen Folgen ( Worst-Case Szenario) für keinen von uns absehbare Folgen hätte.

Willkommen in Mad- Max Land oder einem beliebigen sonstigen Endzeitthriller!

 

 

4 Gedanken zu „Unser Stubentiger Dax – Ist jetzt eine Jahresendrallye zu erwarten?“

  1. Pingback: mood
  2. Pingback: bodybuilding.com
  3. Hallo,

    das ist der Wunsch der Märkte. Doch diesen „last step again“ sehe ich z.Z. als nicht notwendig an. Was Angela hier celebriert, ist aller Ehren wert.
    Nach Rettung auf Steuerzahlerkosten in 08 steht nun – und das zwingend- die Konsolidierung der Staatsfinanzen an. Im aktuellen Umfeld ist dies auch möglich…die Welt legt insgesamt ein Softlanding hin- und die fehlallokierten liquiditäts-Mittel- müssen in den Konsum und sinnvolle Investitionen umgeleitet werden.

    Auch wenn die Notenbanken technisch gesehen unendlich Buchgeld schaffen könnten, ist der „stetige Vertrauensschaden“- bedingt durch so ein Handeln – langfristig kontraproduktiv.

    Auch wenn ich mir dies — für die nächsten 12 Monate noch wünsche, denn solange dürfte es dauern, um die Verwerfungen zu glätten.

  4. Sobald die EZB offiziell ankündigt, dass sie im Zweifel unbegrenzt Staatsanleihen ankaufen wird, wird sich die Lage sofort beruhigen.
    Sie praktiziert es ja schon in beeindruckendem Ausmaß (200 Mrd.).
    Das wirkt.
    Und dann gibt es einen Run,
    denn die Daten sind wirklich gut.

Schreibe einen Kommentar