Vier Jahre nach dem Fastkollaps des Derivate – Kapitalismus!

(Rimpar bei Würzburg -Up) – Erinnert sich noch jemand an die akute  „Kollapsphase“  Okt. 2008 – April 2009 ? Nein – trösten Sie sich – richtig verstanden, was damals passiert ist, hat bis heute noch niemand wirklich. Was damals in Eilsitzungen und aufgrund Rückmeldungen aus der Realwirtschaft/welt – das ist die Welt in der wir leben, diese Eine mit all ihren Vor- und Nachteilen, klar wurde, ist das uns virtuelle Rechte ( Derivatehandel),  die Leute die Sie nicht verstanden, weil sie diese nicht entwickelt hatten, sondern Mathematiker mit lustigen Algorithmen und unterlegten Modellen, an den wirtschaftlichen Abgrund mit allen sozio-ökonomischen Folgen brachten.

Der Welthandel kam faktisch für 6 Wochen zum erliegen, Versorger hätten Anfang Dezember die Kraftwerke herunterfahren müssen, Banken wussten sowieso nicht mehr was Sie tun sollten– also taten Sie nichts— und lassen sich seitdem weltweit im Jahresabstand vom Steuerzahler retten.

Nur langsam begreift die Politik das dieses unregulierte Derivate Geldmengenmonster ( Schätzungen gehen noch immer von nominal 600 Billionen Dollar weltweit aus)  gezügelt werden muss – was letztendlich auch geschieht – denn nichts anderes müssen die Notenbanken übernehmen, die Streckung und Ausbuchung über die Zeitachse.

Was bleibt also dem Einzelnen als zu hoffen, das die Menschheit aus der Historie gelernt hat. Trotz allem Gezänk und Gestreite läuft es für Deutschland seit 2009 wieder blendend und die Massnahmen welche für Europa beschlossen wurden, sind ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Denn nur über die Konsolidierung der Staatshaushalte, sowie der sinnvollen Investition aus den immensen bvereinnahmten Staatsmitteln – der Deutsche staat mit all seinen Ländern, Gemeinden und Gesellschaften verfügt über einen Cash-flow p.a. von über einer Billion Euro. Das ist eine Staatsquote vom jährlichen BiP die kann sich sehen lassen. Bei 2,45 Billionen liegt die StaatsQuote bei über 40 %  in 2012. Wie war das im Mittelalter ? Ein Zehnt…
Prognose zur Entwicklung des realen BIP in Deutschland bis 2013
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wer den Blog kennt, weiß das ich ein „Sachwertfanatiker“ bin und „Schuldscheinen“ also Geldwerten eher skeptisch gegenüber trete. Dementsprechend ist es natürlich evident einmal zu sehen wie sich Investitonen seit dieser Krise entwickelt haben.

Bei Durchsicht unsere Mandate bin ich auf ein gelobtes Produkt aus dem Jahre 2008 gestossen – Sozusagen das hohe Ende der aktuellen Kunst in der Wertpapieranlage und die warf mal wieder die Frage auf – Was ist besser aktive oder passive Anlageinstrumente?

Zum einen der Dachfonds P  Morningstar 4 Sterne – in unserem Depot eine Rendite von 12 % . Kaufdatum 23.12.2008.  Nun das ist einfach…3 % p.a. Performance, die effektive Rendite ist etwas tiefer. Kosten – TER- Rate : 2,3 % p.a.

Ist das Ergebnis nun gut oder schlecht?  Die Vola war in der Spitze bei – 25 % trotz der Möglichkeit auf 100 % Cash zu gehen, in der Spitze – April 2011 – stand dieses Produkt 20 % höher.

Ab 2009 muss man bei Abverkauf auch noch die 27 % Abgeltungsteuer berücksichtigen.

Nun um es ganz krass zu formulieren – dieser Fonds spiegelt die Realität der letzten 4 Jahre wieder – und die faktische Unterbewertung von Aktien im allgemeinen. Wer den Einstig  ab Okt. 2008  bis April 2009 verpasst hat, dessen reale Performance sieht noch schlimmer aus , denn diese computergesteuerten – seitwärtslaufenden Sägezahnmärkte – ohne Berücksichtigung der fundamentalen Assetspreizungen seit Anfang 2010 sind ganz schwer zu handeln. Auch für uns …2011 ist  wertmässig  aufgeholt, doch mental muss die Erwartungsrendite noch erreicht werden.

Also — 3 % sieht z.z. nach wenig aus, doch viele Kapitalsammestellen wie Versicherungen, pensionsfonds und der großteil der Hegefonds wären frog ein solches Ergebnis nach Kosten!!  und vor Steuer auszuweisen!

Lassen wir noch einen Professor zu Wort kommen:

Professor Shiller, würden Sie bei der ­aktuellen Bewertung des US-Aktien­marktes investieren?
Das zyklisch adjustierte Kurs-Gewinn-Verhältnis für den US-Markt steht bei 22. Es sagt damit reale Renditen von gut 4% voraus. Im aktuellen Umfeld ist das gerade im Vergleich zu Staatsanleihen attraktiv. Ich glaube daher nicht, dass man auf Aktien verzichten sollte.

 

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