Widerspruch in sich ? Rezession voraus..die USA und das statistische Rauschen !

Grüß Gott aus Würzburg,

auch hier beginnt der Supersommer – zumindest wettertechnisch –  eine Verschnaufpause einzulegen.

Doch was den Winzer und Bauern freut, ist für den daheim gebliebenen Ökonomen eine gute Gelegenheit mit kühlem Kopf über die aufziehenden schwarzen Wolken über der noch immer größten Volkswirtschaft der Welt zu sinnieren.

Zuallerst eine kurze grafische Einstimmung…dunkle Wolken über USA:

US-Bip zu ERCI Forecast

Nun …mann kann sagen was mann will…in der Vergangenheit war diese Kombination gut für eine Rezession in den nächsten 6 Monaten.

Sollten also die Mahner und Warner Recht bekommen ?

Zieht die schwächelnde US-Wirtschaft die Welt – zum  Schuldenfiasko – in ein ausuferndes Double-Dip Szenario ?

Meine Meinung ist folgende:

Die USA durchlaufen bereits eine milde Rezession !

Je nach Definition wird das 2 Quartal in USA schwächeln, vllt. dadurch auch das Dritte zum Vorjahr tatsächlich wieder einen grauen Balken – aösp Rezession ausweisen.

Auch das technische Bild welches der SPX gibt deutet auf dieses Szenario hin:

Neutrales Bild im Langfristchart!

Wie wird es nun weitergehen ?

USA:   Obwohl die gesamtwirtschaftlichen Forecasts aktuell schwächeln, wird die USA dies nun schnell überwinden.

Bereits im vierten Quartal 2010 gibt es wieder ordentliche Zuwachsraten. Unangenehm bleibt die Auswirkung auf den Arbeitsmarkt. Amerikanische Unternehmen werden vorsichtig bei Neueinstellungen bleiben.

Asien uns Südamerika: Diese Tiger bügeln im Forecast das Schwächeln der USA aus.

Europa: Der schwere Tanker der Bürokratie hat Fahrt aufgenommen…daher wird sich auch hier ein selbstragender Aufschwung entwickeln.

Japan: Nach 20 Jahren steht Japan nun vor der Rückkehr als Wachstumslokomotive.

Fazit: Die aktuelle Situation in den  USA erinnert immer weiter und zunehmend an die Situation in Japan Anfang der Neunziger ( Bilanzrezesion und Immobilienmarktprobleme).

Wirtschaftlich wird  die USA durch schwächere Wachstumsraten, weiter an Bedeutung verlieren.

Doch hieran mag ich noch nicht glauben.

Demoskopisch ist die  USA im Gegensatz zu Japan gesund. Das wird auch das Vertrauen bei den Bürgern zurückbringen, vor Allem da der wichtigste Markt in USA –  Die Immobilien-  endlich ihren Boden gefunden haben dürften und Heli-Ben sein Teil dazu beitragen wird, gestützt durch die Politik, dies NICHT durch voreilige Zinsanpassungen zu zerstören.

freundlichst

Up

Ein Gedanke zu „Widerspruch in sich ? Rezession voraus..die USA und das statistische Rauschen !“

  1. Der Schuldenstand der USA (lt. Max Ottes Buch „Der Crash kommt“) soll 2004 vom Staat, im Ausland und in den Privaten Haushalten zusammen 40 Billionen Dollar betragen haben (s.S. 85f). Allein die privaten Haushalte seien so Otte mit 105 % des BIP verschuldet, so dass diese nur noch 1% des verfügbaren Einkommens zurücklegen können. In Deutschland zum Vergleich wurden 10 % zurückgelegt. Die Zahlen stammen noch von vor der eigentlichen Immobilien- und Finanzkrise. Wie sieht das wohl heute aus?
    Ich teile Ihre positive Erwartung im Bezug auf die Märkte der kommenden Jahre, frage mich jedoch wann die Schuldenfalle, die ja nicht nur Amerika betrifft, sich auf Währungen und Wachstum der Industrieländer auswirken wird und welche Indikatoren diese zukünftige nächste oder kommende Krise einleiten…

    MFG
    Bernd Handik

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