Wie lange funktionieren die Machenschaften der „Penny-Stock-Mafia“ und der angeschlossenen Medien?

Ein Plädoyer zur Vorsicht an einem mittlerweile verifizierten Fall aus der Vergangenheit.

Alle „gefährlichen Penny-Stock oder IPO – Angebote“ haben folgende wiederkehrende Muster gemeinsam:

„um die es in diesem Posting geht, sind an der Börse US OTC-BB notiert, weil sie in USA domiziliert sind, mit angeblichen operativen Adressen in Russland.
US-Aktien müssen unternehmensrelevante Informationen zeitnah in Form von sogenannten Filings veröffentlichen, man könnte das in etwa mit Pressemeldungen vergleichen.“

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn nichteinmal eine OTC – Zulassung vorliegt. Die deutsche Börse hat minimalste Anforderungen bei der Zulassung zum Handel…im Freiverkehr…entspricht formal dem OTC Handel nur mit noch weniger Anforderungen an das Listing.

In neuerer Zeit sind die Emmitenten scheinbar auch dazu übergegangen, das Listing gar nicht als „Penny Stock “ zu beginnen..sondern diese bemühen sich, um einen optisch „werthaltigen“ hohen Kurs.

Üblicherweise beginnt die Bewerbung dann über einen bis dato völlig unbekannten „Börsenkenner -brief“..etc..

welche oft in aufwendigen „Bla-Bla“–Analysen ( die Konjunktive sind grenzenlos)  und teuren postalischen Beilagen…die Jahrtausendchance offerieren….ist ein bisschen so…als wenn die Dame von der Lotto-Zentale anruft…

entsprechende Mailing und Pusheraktionen in den bekannten „Internetforen“ schließen sich an…

nun weitere Auszüge aus einer 18 – Seitigen Recherche zu den letzten gerichtlich ausdiskutierten Fällen:

Fassen wir also einmal zusammen:

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„Russische Bude Nr. 1, die von einem bekannten Börsenschreiberling hochgepusht wurde:

Star Energy (www.starenergycorp.com)

Hieß vorher Cairo Acquisitions und war ein wertloser Börsenmantel, der lange Zeit vor sich hin dümpelte, bis jemand auf die glorreiche Idee kam, ihn in Star Energy umzubennen.

Derjenige / diejenigen haben weniger als 1 Mio. $ für den kompletten Börsenmantel bezahlt.

Dann startet F. seine Pusherei, und schwupps war die Bude über 100 Mio. $ wert, also mehr als das 100-fache dessen, was sie ursprünglich wert war.

Begründung: Gigantische Rohstoffresourcen in Russland, die man sich über den Kauf einer russischen Firma vereinnahmt hat.

Name der russischen Firma: Volga-Neft.

Hier war man noch relativ human, was die Aktienzahl anging, war wohl erstmal ein Test, wie gut die F.-Leser das ganze annehmen.

Aktienzahl daher \\\“nur\\\“:

Common stock, $.001 par value,
225,000,000 shares authorized,
31,562,500 shares issued and outstanding

Nach dem Kauf von Volga-Neft, den man mangels Geld natürlich mit Aktien bezahlt hat, waren es dann aber 38,312,500 Aktien.
(Quelle: www.secinfo.com/d12TC3.v1yj2.htm, \\\“After these transactions, Star has 38,312,500 common shares issued and outstanding\\\“).

Also 38.3 Mio. Aktien sind bereits \\\“gedruckt\\\“, insgesamt 225 Mio. Aktien sind autorisiert.

Macht bei Startkurs von Star Energy einen Börsenwert (Marktkapitalsierung, im Folgenden MK genannt) von ca. 57.4 Mio. € (38.3 Mio. Aktien x Kurs 1.50), denn ca. zu einem Kurs von 1.50 € \\\“dürften\\\“ die F.-Leser dann in die Aktie einsteigen, für die die Initiatoren zuvor lediglich 0.001 $ bezahlt hatten, und 0.001 $ ist auch der Buchwert der Aktien (par value).

Da es davor keinen nennenswerten Handel bei der Aktie gab, kann es auch keinen nennenswerten Freefloat gegeben haben, somit haben die durch F. in die Aktie gelockten Käufer direkt von den Initiatoren dieser Bude ihre Aktien abgekauft, ggf. über dazwischen geschaltete Mittelsmänner, die die Aktien übertragen bekommen haben und dann Stück für Stück abverkauft haben.

Die F.-Leser haben sich natürlich nicht die Frage gestellt, wo denn eigentlich die vielen Aktien herkamen, die man plötzlich kaufen konnte, sondern waren einfach nur hellauf begeistert über die russische Rohstoffperle, die fortan täglich von F. in seiner E-Mail-Hotline beworben wurde.

Bei so gigantischen Rohstoffreserven konnte man ja eigentlich nichts falsch machen.

Testiert waren die angeblichen Rohstoffreserven übrigens nie, Gutachten von Geologen wurden ebenfalls keine vorgelegt, aber solche Dinge wurden von F. nie erwähnt, sondern stets nur auf die gigantischen Rohstoffvorkommen in Russland hingewiesen.

Die F.-Leser dürften dann sogar tatsächlich mit der Aktie erstmal Geld verdienen, zumindest virtuell, denn ein echter Gewinn ist es erst, wenn man verkauft hat.

Es ging rauf bis auf 3,30 € in der Spitze, was einer MK von 126.3 Mio. € entspricht (38.3 Mio. Aktien x Kurs 3,30).

Leider haben die meisten F.-Leser den Ausstieg verpasst, da F. selbst zu Höchstkursen die Aktie noch zum Kauf empfohlen hat, Kursziel laut ihm: 3,50 € – mindestens.

Somit gab es virtuell Geld zu verdienen, tatsächlich für die meisten aber nicht, denn mittlerweile steht der Kurs bei ca. 0,70 € (und daher sind alle damaligen Käufer mindestens 50% im Verlust) und die meisten sind wohl immer noch drin.

Wie soll es auch anders sein?

Die Aktien, die die F-Leser gekauft haben, haben die Initiatoren der ganzen Sache ja dankend für mehr als den 1000-fachen Preis verkauft (bei einem durchschnittlichen Bezugspreis von 0.001$ = 0.00074 € ergibt ein Verkauf bei durchschnittlich 2 € eine Rendite von 270270 %).

Daß diese nun plötzlich zu 1 € zurückkaufen, ist sehr unwahrscheinlich, da schon längst \\\“die nächste Sau durch\\\’s Dorf getrieben wird\\\“, dazu später mehr.

Also dürften viele F.-Leser noch immer auf den Star Energy Aktien sitzen bzw. andere Trader haben sie diesen abgekauft in der Hoffnung, daß der Kurssturz nur von kurzer Dauer sein könnte.

Die aktuelle MK von Star Energy ist \\\“nur\\\“ ca. 26,8 Mio. €, hier ist die Erde also bereits verbrannt und die Verluste sind bei den Anteilseignern offensichtlich.

Den anderen F.-Buden steht jedoch vermutlich noch ein weiter Weg bergab bevor..“

Und der Schluß dieser Warnung aus dem Jahre 2006:

„Falls Ihr übrigens denkt, das kann doch gar nicht sein, daß der liebe M. F., der im Fernsehen und auf Seminaren doch immer so sympathisch wirkt, so etwas macht:

Doch, ist leider so, anhand der genannten Quellenangaben kann es auch jeder selbst nachrecherchieren.

F. betreibt das ganze übrigens schon seit Jahren.
Die Bezeichnung \\\“F.-Tannenbaumchart\\\“ ist bereits legendär und Aktien wie NFX Gold, Morgan Creek, Ona Exploration, usw. usw. zeigen alle das gleiche Bild:
Hochgepusht, dann zusammengestürzt.
Die Charts sehen also aus wie eine Tannenbaum.

Qualitativ gesehen sind die meisten Empfehlungen (bis auf pseudoseriöses Beiwerk, so nennt er aus Alibi-Gründen immer mal wieder \\\“normale\\\“ Aktien, z.B. Allianz usw.) also unterste Schublade, fast alle seine früheren Pushs notieren sogar unterhalb des ursprünglichen Empfehlungskurses und somit sind unterm Strich alle, die gekauft haben und nicht rechtzeitig abgesprungen sind, im Minus.

Daß M. F. sich für die Empfehlungen der windigen Rohstoff-Firmen (in den letzten 2 Jahren wurde eine 2-stellige Zahl solcher Rohstoffaktien von ihm \\\“abgearbeitet\\\“) fürstlich bezahlen lässt, ist kein Geheimnis.
Sogar die Rohstoff-Firmen, die sich auf seinen Seminaren auf der Bühne oder in den Seminarpausen mit Ständen präsentieren dürfen vor seinem Publikum, zahlen dafür Honorar.
Daß Firmen, die dafür zahlen, empfohlen zu werden, eigentlich generell nicht gerade kaufenswert sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Bis Oktober 2006 fand dieses ohnehin nicht gerade legitime System noch in geregeltem Maße statt, aber seit Oktober 2006 (Start des Star Energy Pushs) ist alles anders:

Man empfiehlt keine Firmen, sondern zieht die Buden einfach von vornherein selbst auf, indem man sie gründet / umbenennt usw.
Schließlich ist der Profit da weitaus höher.

Und von Aktie zu Aktie setzt man einen drauf, siehe Aktienzahl Star Energy, StarGold und Russoil, von mal zu mal wurde alles noch extremer.

Daß von vorneherein nur Luft gehandelt wird, war den Beteiligten sicherlich klar, und zeigt sich auch an den Kursverläufen von Star Energy und StarGold.

StarGold ist immer noch mit einem 3-stelligen Millionenbetrag bewertet, bei nur 10.000$ in der Kasse, fragt sich wie lange noch.

Russoil hat diesen markanten Fall erst noch vor sich, hier wird die heiße Luft aktuell immer noch mit 410.4 Mio. € bewertet.
Davon dürften mindestens 400 Mio. € einfach nur heiße Luft sein, was für die Investierten mal wieder fast einem Totalverlust entspricht.

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Da der Russoil Push noch in vollem Gange ist, werde ich diese Infos an alle relevanten Medien weiterleiten, damit noch größerer Schaden verhindert werden kann, denn an jedem Tag landen über 1 Mio. € (vgl. Handelsvolumen) auf den Konten der Initiatoren.

Allen Investierten viel Erfolg beim Verkauf der wertlosen Aktien, leider könnt Ihr nicht auf Rückkäufe der Initiatoren hoffen, sondern nur auf andere Dumme, die Euch die Luftschloss-Aktien jetzt noch abkaufen.

Viel Glück.

Alles nur meine persönliche Meinung, bitte anhand der Quellenangaben auch selbst recherchieren.

Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung, auch wenn ich beim Wort Unschuldsvermutung jetzt etwas schmunzeln muß.

Hier noch als Anhang der Notarbeleg der Panama-Briefkastenfirma (Verbindung zu Mr. Hutchinson, CEO von Russoil):

Seite 1: www.superimagehosting.com/viewer.php?id=klz1181315968u.jpg
Seite 2: www.superimagehosting.com/viewer.php?id=cqs1181316027n.jpg
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Übrigens nochmal die Bitte, Euch bei mir zu melden, wenn Ihr mit den F.-Aktien Schaden erlitten habt.

Ich stehe in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft.
Vertraulichkeit wird zugesichert, ich leite Eure Daten lediglich an die Staatsanwaltschaft weiter.

Nur meine Meinung.
Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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Kopiert diese Nachricht hier in ein Word Document, falls ein-  bekannter Internetdienst-  es löschen wird. Dann habt ihr noch die Informationen dazu. Danke.

Wieder unterdrückt  die freie Meinungsäusserung. F. macht es auch so und antwortet nicht auf kritische Fragen. Schade, schade! Peinlich für eine Forum-Webseite. Aber parteiisch und f.freundlich.

Hier einige Gesetztexte aus Deutschland betreffend Verteilung von Falschinformationen und bewusstes Streuen von Gerüchten und noch über Marktmanipulationen und deren Versuche:

http://www.bafin.de/verordnungen/makonv.htm

Artikel 1, 2, 3 und 4.

und weiter

http://www.bafin.de/gesetze/boersg.htm

interessant sind Artikel 23 und 61

dann noch

http://www.bafin.de/gesetze/wphg.htm

Artikel 10, 13, 14, 20a, 38 und 39

und noch zur der irreführenden Werbung

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/uwg_2004/gesam…

Artikel 4 – Beispiele unlauteren Wettbewerbs“..

soweit …der Frust eines Betroffenen aus dem Jahre 2006….

an der Masche an sich hat sich nichts geändert, deswegen empfehle ich ..grundsätzlich die Finger von solchen Angeboten ( wo eine Häufung dieser „Sirenen“) auftritt ..zu lassen.

Wer sich  bewusst  auf dieses „Spiel“ einläßt..sollte die zu 98 % wahrscheinlichen Verluste verschmerzn können…

also nur soviel Kapital einsetzen, was Sie auch bereit sind, für Lotto oder einen Casinobesuch auszugeben.

freundlichst

Up

2 Gedanken zu „Wie lange funktionieren die Machenschaften der „Penny-Stock-Mafia“ und der angeschlossenen Medien?“

  1. Pingback: bodybuilding.com
  2. Deshalb habe ich mich auf Tradingbird immer und vehement gegen die Teilnahme von Börsenbriefherausgebern ausgesprochen.
    Sie stellen für mich das Synonym für den grauen Kapitalmarkt dar, der begrifflich auf Anlegerbetrug gemünzt ist.

    Wer jetzt nur mal auf Onvista umschaltet und in Ruhe die aktuelle Bandenwerbung liest, weiss, dass diese Gefahr immer aktuell bleibt.
    Es finden sich immer Annoncen darunter, die mit den Begriffen „heiß, reich, geheim“ auf Opferfang gehen —- als ob an den Börsenzyklen und dem Wechselspiel zwischen Anleihe- und Dividendenrendite irgendetwas geheim ist.

    Freundliche Grüße
    Lyriker

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