Yes we can…China follows the american spirit…

oder habe ich den Taoismus falsch verstanden `?

ein asiatischer Motivator….

und zur Faschingszeit ertwas Humoriges..aus der harten Welt der Schuldenkrise:

Guten Morgen, heute ist Mittwoch, der 1. Dezember 2010 !
Europa 21 Plus: Sollen Malta und Zypern die Rolle Deutschlands und Österreichs übernehmen?
Europa 2010 Minus: Portugal warnt seine eigenen Banken, S&P warnt das ganze Land
Europa 1957: Trichet und Sarkozy beschwören den Geist von Rom

Was haben Deutschland und Österreich gemeinsam? (Ach, ich liebe es, wenn die Leser der Overnight Impressionen an Textstellen wie diesen mit erregter Anspannung auf die Auflösung der Frage warten, insbesondere dann, wenn sie durch überwiegend sinn- und endlose Einschubkommentare zusätzlich auf die Folter gespannt werden…) Also, was haben Deutschland und Österreich gemeinsam? (Das Wiederholen der Frage nach längerer inhaltlicher Unterbrechung ist ein Stilmittel, welches den Leser nach konzentrationsschwächender Ablenkung zurück auf den Pfad des Themas bringt…) Also, was haben….? Sie sind dabei! Ja, WIR sind beide dabei.

Es geht grundsätzlich um die Frage, welche Länder aufgrund der Schuldenkrise in Europa im Fokus der Anleger stehen. Griechenland und Irland sind thematisch abgehakt. Portugal gilt aufgrund seiner strukturellen Wachstumsschwäche als nächster Kandidat für den Rettungsschirm EFSF. Spanien bietet außer einer exorbitant hohen Arbeitslosenquote eigentlich keine Angriffsfläche, gehört geografisch jedoch zum Süden Europas und fällt damit unter Generalverdacht. Spanien wird dicht gefolgt von Italien – als Begründung würde ich mal anbringen, dass Südsizilien südlicher liegt als Nordafrika. Dahinter reiht sich jetzt Belgien ein. Nach langem Suchen hat man entdeckt: Das Land ist hoch verschuldet (ca. 100%/BIP) und außerdem notorisch regierungslos. Die Tatsache, dass das kleine zerstrittene Land in den Jahren vor der Großen Rezession seinen Schuldenstand erfolgreich um mehrere Dutzend Prozentpunkte reduziert hat, spielt keine Rolle. Hinter Belgien reiht sich Frankreich ein. Das Land wird dabei Opfer Größenwahnsinniger, die denken, es sei lediglich ein Schuldbubenstreich, im Markt Gerüchte zu verbreiten, das Land würde in Kürze von den Ratingagenturen abgewertet werden. Hinter Frankreich folgt Deutschland, die Pullunderträgerhochburg mit (relativ) geringen Schulden, niedrigem Defizit und starkem Wachstum. Aber wenn Deutschland am Ende die Schulden aller vorgenannten Länder übernehmen muss, dann gehen auch hierzulande die Lichter aus, heißt es. Die Niederlande dürfen wir natürlich nicht übersehen, denn wie soll ein so kleines Land überleben, wenn es umgeben ist von Schuldenschurkenstaaten. Erst jetzt kommt Österreich an die Reihe. Eckdaten wie Deutschland, aber eng verflochten mit Osteuropa und dem Schweizer Franken – das Thema hatten wir ja vor anderthalb Jahren schon einmal.
Sprechen wir also über ein Kerneuropa, quasi ein Europa 21 Plus. Mitgliedsländer wären: Finnland, Luxemburg, Zypern, Malta, Slowenien und die Slowakei. Nichts für ungut, liebe Nachbarn, aber sieht SO die Zukunft der Eurozone aus? Nein, reden uns die Väter und Söhne des Europa 1957 ins Gewissen. „Die Beobachter sollten nicht unterschätzen, mit welcher Entschlossenheit die Regierungen in Europa für das Projekt Europa einstehen“, betonte Notenbankchef Jean-Claude Trichet gestern. Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy wählte ebenfalls den Terminus „Entschlossenheit“, während der niederländische Finanzminister Jan Kees in einer Mischung aus Warnung und Drohung meinte: „Die Regierungen in Europa werden alles tun, um den Euro zu verteidigen.“
Befüttert wurde die gestrige Attacke auf die europäischen Rentenmärkte von Meldungen zu Portugal. Die Lissabonner Notenbank warnte in ihrem Finanzmarktstabilitätsbericht die inländischen Banken vor „untragbaren Risiken“. Und S&P setzte das Land auf seine WatchList für ein mögliches Downgrade. Was kann den Abwärtstrend an den Märkten stoppen? Mehr Ackermänner. Vehement verteidigte der Deutsche Bank Chef gestern die fundamentale Situation Spaniens gegen Angriffe aus den Reihen der Investoren. Wir benötigen noch mehr solcherlei Einschätzungen von einflussreichen Analysehäusern. Dann wird man, vielleicht zu Jahresbeginn, wenn die Bücher wieder geöffnet werden, feststellen: „Wow, mehr als 6% für Spanien? Das ist ja ein Schnäppchen.“ Und dann kaufen alle wie wild spanische Bonds. Belgien & Co. verschwinden von der Schurkenstaatenlandkarte. Und Deutschland und Österreich haben wieder etwas gemeinsam: WIR sind dabei, bei den Staaten, um die man sich keine Sorgen machen muss…
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Dies ist ein humoristischer Marktkommentar und keine Anlageberatung. Die Einschätzungen des Autors beruhen auf Informationen, die auf öffentlich zugänglichen, als verlässlich eingeschätzten Informationsquellen basieren. Weitere Informationen finden Sie in unserem Disclaimer.
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Kornelius Purps
Fixed Income Strategist
Director
MRE4FI
UniCredit Research

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